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Sitzsäcke und viele Bücher am Odeonsplatz.

Noch bis zum 14. August

Lese-Festival am Odeonsplatz

München - Unter freiem Himmel schmökern. Seit Donnerstag können die Münchner am Odeonsplatz am Lese-Festival teilnehmen. Dort stehen Sitzsätze und viele Bücher zur Auswahl.

Das Münchner Wetter ist zwar nicht so gut, die Stimmung am Odeonsplatz dafür aber umso besser: Bereits zum fünften Mal hat die Initiative StadtLesen hier von Donnerstag, 11., bis Sonntag, 14. August, ein „Lesewohnzimmer“ unter freiem Himmel eingerichtet: Kunterbunte Sitzsäcke und Regale (gefüllt mit rund 3000 Büchern) wurden quer über den Platz verteilt. „Die Initiative lädt dazu ein, mitten im Alltag mit einem Buch auf Entdeckungsreise zu gehen“, wie Martin Schulz, Präsident des Europäischen Parlaments, das Projekt lobt. Dieses Leseförderungsprojekt wurde 2009 von Sebastian Mettler ins Leben gerufen. Er hat sich mit dem Leitsatz Lesend reisen, reisend lesen das Ziel gesetzt, den Lesegenuss in die Welt zu tragen und den Menschen freien Zugang zu Büchern zu ermöglichen. Um dieses Anliegen zu verwirklichen, organisiert StadtLesen seit acht Jahren jährliche Lesetouren in Städte Österreichs, Deutschlands, Italiens und der Schweiz. Wie das Projekt in München ankommt – wir haben uns am Odeonsplatz umgehört.

Wo's überall Bücherschränke gibt

Ein umfunktionierter Kleiderschrank, eine edle Glasvitrine oder eine alte Telefonzelle – die offenen Bücherschränke in den Straßen Münchens haben viele Gesichter. Das Konzept aber ist immer gleich: Anstatt sich in der Buchhandlung neuen Lesestoff besorgen zu müssen, kann man das ausgelesene Buch einfach in einen der Schränke legen – und sich dafür einen neuen Schmöker raussuchen. Der Gedanke von Bücherschränken entwickelte sich bereits in den 1990er-Jahren. 2013 kam die Idee auch in München an – jetzt im Juli wurde am Partnachplatz bereits der zehnte eingerichtet. Weitere befinden sich zum Beispiel am Nordbad in Schwabing, am Pasinger Rathaus und am Tutzinger Biergarten zum Häring.

Lara Mattuschat

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