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Merkur-Redakteur Markus Thiel begleitete die BR-Symphoniker auf ihrer Tournee durch Nordamerika.

Nordamerika-Tour der BR-Symphoniker

BR-Symphoniker: Tournee-Triumph und Spardiskussion

Zehn Tage warne die BR-Symphoniker auf Konzertreise in Nordamerika. Egal an welchem Konzertort - das Orchester aus München wurde gefeiert. Doch daheim tobt die Diskussion über Sparmaßnahmen. Wie passt das zusammen? Ein Kommentar von Markus Thiel.   

Standing Ovations in Washington und New York, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks im Tourneerausch und auf der anderen Seite, nämlich der des Atlantiks, ernüchterte BR-Mitarbeiter, die um ihren Job bangen: Vieles scheint da nicht zusammenzupassen bei einem Sender, der unter enormem Spardruck ächzt, sich allerdings teure Aushängeschilder leisten will und muss.

Dabei geht es gar nicht darum, Fußballrechte oder Vorabendserien gegen die Kultur auszuspielen. Aber auch Edel-Ensembles, die nicht nur in München, sondern weltweit begeistern, tragen zum Selbstverständnis und zur Popularität einer Rundfunkanstalt bei. Ausverkaufte Konzerte und hohe Hörerzahlen bieten dafür Argumente (und Eigeneinnahmen) genug. Dass im BR die Neiddebatte dennoch Nahrung erhält, liegt daran, dass die Abteilung Kultur zuweilen arg selbstbewusst auftritt.

Und es liegt am Intendanten. Der wird von vielen als Wolkenfürst wahrgenommen, der um sich herum ein ministerielles System errichtet hat und es nicht schafft, bei der notwendigen Umstrukturierung des Senders die Angestellten mitzunehmen. Im Grunde ist es ein Kommunikationsproblem. Und das ausgerechnet in einer Kommunikationsfirma.

Die Hintergrundberichte von der Tournee des Orchesters finden Sie hier in unserem News-Blog zum Nachlesen.

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