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Gary Holt, Gitarrist der Band Slayer.

Konzertkritik

Slayer bei Rockavaria: Der Bass schüttelt die Gedärme

München - Sturmböen? Hagel? Starkregen? Slayer! Der Auftritt der gottlosen Thrash-Metal-Legenden beim Rockavaria-Festival hat Petrus wohl provoziert: die Konzertkritik.

Von den apokalyptischen Prognosen bleibt beim Slayer-Auftritt aber nicht mehr als ein kümmerlicher Regenschauer - und den hämmern die Kalifornier ohne große Mühe zurück in den grauen Himmel.

So laut durfte an diesem Wochenende noch keine Band losprügeln. Der Bass schüttelt die Gedärme, sogar auf der Tribüne versteht man die entzückten Rufe des Sitznachbarn nicht mehr. Im olympischen Dorf dürfte es nicht anders sein. München hört am Sonntagnachmittag Thrash Metal.

Die Fans danken mit galligen Slayer-Rufen und einer Präsenz, auf Vortagesheadliner Iggy Pop nur neidisch sein kann.

Bei "Raining Blood" brechen im Publikum alle Dämme und die Fäuste gehen gen Himmel - um das zu verhindern, hätte Petrus sehr viel Hagel gebraucht.

Dominik Göttler

Unser Rockavaria-Ticker

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