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Wer sein Baby im Winter in einer Trage trägt, muss ihm eine dicke Strumpfhose und warme Schühchen anziehen, damit die herausschauenden Füße warm genug bleiben. Foto: Andrea Warnecke

Babys im Winter nach dem Zwiebelprinzip kleiden

Wer ein kleines Baby hat, kann besonders an kalten Tagen oft nicht einschätzen, wie warm er es anziehen soll. Eine Hebamme gibt einige Tipps, worauf Eltern achten sollten.

Karlsruhe (dpa/tmn) - Viele Eltern haben im Winter Sorge, ihr Baby könnte frieren. Gerade beim Einkaufsbummel wird das oft stressig.

"Babys sollten im Winter nicht zu warm angezogen werden, weil sie schnell zum Überhitzen neigen", sagt die Hebamme Juliane Martinet aus Karlsruhe. Sie empfiehlt Eltern, sich an der Zahl der eigenen Kleidungsschichten zu orientieren. "Das entspricht der Menge der Lagen, die auch das Baby tragen soll.

Angenehm für Babys sei ein Schaffell mit kurzen Fellfasern, das im Kinderwagen auf die Matratze gelegt wird. "Das Fell hält warm, gibt aber gleichzeitig bei übermäßiger Wärme die Temperatur ab." Damit es dem Baby im Kaufhaus oder Geschäft nicht zu heiß wird, ziehen Eltern es am besten nach dem Zwiebelprinzip an. So können sie ohne großen Aufwand eine Jacke ausziehen oder öffnen. Gut ist auch, direkt die Decke zurückzuschlagen.

Schneeoveralls seien für die Fahrt im Kinderwagen meistens zu warm, weil viele einen relativ hohen Kunststoffanteil haben. Besser ist laut Martinet ein kleiner Overall aus Wollvlies, der die Temperatur ausgleicht. Auf keinen Fall sollte eine Wärmflasche mit in den Kinderwagen. Wer den Wagen wärmen will, nutzt besser mehrere Körnerkissen, rät die Hebamme.

Auch, wer das Baby in einer Trage oder einem Tuch trägt, sollte es nicht zu warm einpacken, da schon die Körpertemperatur der Eltern das Kind wärmt. Martinet gibt aber noch einen wichtigen Tipp: Niemals Strumpfhose und warme Schühchen vergessen, damit die unten herausschauenden Füße warm bleiben. Und in jedem Fall brauchen Säuglinge eine Mütze - schließlich verlieren sie besonders viel Wärme über den Kopf, da dieser bei ihnen einen vergleichsweise großen Teil der Körperoberfläche ausmacht.

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