Auch wenn man den Valentinstag nicht mag, kann man sich über eine liebe Geste des Partners freuen. Foto: Bodo Marks
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Auch wenn man den Valentinstag nicht mag, kann man sich über eine liebe Geste des Partners freuen. Foto: Bodo Marks

Feiern oder nicht? - Kompromisse zum Valentinstag finden

Längst nicht jedes Paar ist sich einig darüber, ob und wie es den Valentinstag begehen soll. Wenn völlig unterschiedliche Erwartungen aufeinander treffen, kann das zu Streit führen.

Hamburg (dpa/tmn) - Sie wünscht sich Blumen, Schmuck und einen Tag nur zu zweit. Für ihn ist es einfach nur der 14. Februar - und der Valentinstag kein Grund zum Feiern. Wenn Paare unterschiedliche Erwartungen an diesen Tag haben, kann das in Streit und Enttäuschung enden.

Mancher weiß vielleicht gar nicht, dass sein Partner schon ein Geschenk besorgt hat. Paartherapeutin und Buchautorin Sandra Konrad ("Liebe machen: Wie Beziehungen wirklich gelingen") gibt Tipps, wie der Tag für beide Seiten schön und entspannt wird.

Darüber reden: Wer sich nicht sicher ist, was sich der andere vorstellt, muss nachfragen. "Wie bei jedem Bedürfnis oder Wunsch gilt: Aussprechen ist wichtig. Auch der feinfühligste Partner kann uns die Wünsche nicht von den Augen ablesen", sagt Konrad. Auch, wer sich wünscht, den Valentinstag zu zelebrieren, sollte das ansprechen, rät die Expertin. "Die Erfüllung eines Wunsches ist doch nicht weniger wert, wenn wir den Wunsch zuvor geäußert haben."

Dem Liebsten zuliebe: Auch wenn man die Hintergründe des Wunsches nicht komplett versteht, könne man sich dazu entscheiden, ihn zu erfüllen, meint Konrad. "Schwierig wird es, wenn der Wunsch des Partners gegen die eigenen Werte und Überzeugungen geht."

Die Expertin nennt ein Beispiel: Sie wäre beleidigt, wenn er ihr – nur weil ein Feiertag im Kalender steht – die obligatorischen Blumen oder Pralinen mitbringt. Er legt jedoch großen Wert auf Konventionen. Konrad schlägt vor, dass die Frau dann den Valentinstag quasi "vergisst" - und sich ganz unabhängig davon über eine liebevolle Geste des Partners freut. Und er könnte vielleicht einen anderen Tag vorschlagen - für einen ganz persönlichen Valentinstag.

Kompromiss finden: "Gelungen ist ein Kompromiss immer dann, wenn beide ohne Magengrummeln damit leben können", sagt Sandra Konrad. So könnte das Paar einen anderen Tag für einen persönlichen Valentinstag auswählen. Oder sie feiern ihn in einem Jahr - und im nächsten fällt er dann aus. Ideal sei, ein Ritual zu finden, dass für beide emotional und individuell sei. "Jedes Paar darf und sollte sogar seine ganz persönlichen Rituale finden, um einander immer wieder zu zeigen, wie sehr sie sich schätzen", rät Konrad. "Die Liebe sollte regelmäßig gewürdigt und gefeiert werden, und dafür bietet sich nicht nur der Valentinstag an, sondern glücklicherweise noch weitere 364 Tage im Jahr."

Literatur:

Sandra Konrad: "Liebe machen: Wie Beziehungen wirklich gelingen", Piper Verlag, 352 S., 19,99 Euro, ISBN-13: 978-3492056762

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