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Macht jetzt sein eigenes Ding: Braumeister Patrick Mengelkamp aus Volkmannsdorferau bringt heute sein Kämper Bräu auf den Markt. Zunächst nur als naturtrübes Helles, weitere Sorten sind aber bereits in Planung.

Junger Braumeister aus Volkmannsdorferau

"Kämper Bräu": 29-Jähriger verwirklicht Traum von der eigenen Biermarke

Wang - Ein 29-Jähriger aus Volkmannsdorferau bei Wang braut jetzt sein eigenes Bier: Ab heute steht das "Kämper Bräu" im Laden. Im Interview erzählt er, was das Besondere an seinem Produkt ist.

Der Zusammenfluss von Isar und Amper liegt nicht mal 300 Meter vom Hof der Eltern entfernt, vielleicht dreht sich ja deshalb bei Patrick Mengelkamp schon immer alles ums Flüssige. Der 29-Jährige, ein gemütlicher Kerl mit hoher Stirn und sympathischen Lachfalten, wollte seit der Schule nur Brauer werden – und hat es dann bis zum Meister durchgezogen. Der heutige Samstag ist ein ganz großer Tag für ihn: Um 19 Uhr steigt das Gründungsfest für seine erste eigene Biermarke. Doch zuvor haben wir Patrick Mengelkamp zum Interview gebeten:

Herr Mengelkamp, was sagen Ihre Eltern dazu, dass der Bub jetzt sein eigenes Bier auf den Markt bringt?

Mengelkamp: (lacht) Lange waren sie eher skeptisch. Aber jetzt wird aus der Spinnerei des Sohnes ein echtes Geschäft. Darauf sind sie schon stolz. Mein Papa trinkt schon seit Jahren nur noch Bier, das ich für meinen Arbeitgeber braue – und jetzt eben das Kämper Bräu.

Sie sind Braumeister beim niederbayerischen Schlossbräu Mariakirchen. Wie hat Ihr Chef reagiert, als Sie ihn darum gebeten haben, nebenbei etwas Eigenes brauen zu dürfen?

Mengelkamp: Er hat mir gesagt: „Freilich, kannst du machen.“ Das ist schon eine super Sache, dass er mir das ermöglicht hat. Für mich ist damit ein lang gehegter Traum in Erfüllung gegangen: Schon während meiner Ausbildung im Freisinger Hofbrauhaus hab’ ich kleine Mengen Bier daheim im Keller gebraut.

Jetzt also gibt es das Kämper Bräu. Wie kam der Name zustande?

Mengelkamp: Bei meinen Freunden bin ich schon immer nur der „Kämper“, es ist mein Spitzname.

Und das Logo?

Mengelkamp: Das ist ein Frosch auf einem Gerstenkranz. Das Haus meiner Eltern trägt den Hofnamen „Froschmo“, unsere Familie hat früher Frösche für den Grafen gefangen. Und ich finde, so einen Hofnamen muss man doch hochhalten.

Wie lange hat es bis zur ersten Flasche Kämper Bräu gedauert?

Mengelkamp: Die intensive Entwicklung ging im Oktober los, da hab’ ich vom Chef das Go bekommen. Die Idee war ja schon drin in meinem Kopf, aber die Umsetzung war dann doch nochmal ein ganzes Stück Arbeit. Das Drumherum ist auch ein Riesen-Aufwand.

Bald kann jeder mein Kämper Bräu auch zuhause zum Feierabend genießen.Ab Samstag den 09.04. pünktlich zum Gründungsfest...

Posted by Kämper Bräu on Donnerstag, 31. März 2016

Erzählen Sie uns von Ihrem Produkt: Was ist das Besondere daran?

Mengelkamp: Im Gegensatz zu Konsumbieren ist es handwerklich in kleinen Mengen gefertigt. Wir haben erst einmal nur 50 Hektoliter produziert. Das Kämper Bräu reift eine Woche in offenen Gärbottichen, danach folgen sechs Wochen Nachreifen im Lagerkeller. Ein wichtiger Faktor für die Geschmacksbildung – das Beste, was man machen kann. Und es schafft einen Wiedererkennungswert.

Gibt es mehrere Sorten Ihres Kämper Bräus?

Mengelkamp: Erstmal nur das Helle. Es ist naturtrüb, davon bin ich selbst ein großer Fan. In etwa acht Wochen wird es wohl auch ein Dunkles geben. Über weitere Sorten wird dann die Entwicklung entscheiden.

Wie war denn die bisherige Resonanz?

Mengelkamp: Sehr gut. Meine Spezln sind alle Feuer und Flamme, aber der Verbreitungskreis wird immer größer. Auch andere Leute, die es probiert haben, sind begeistert vom Geschmack.

Und wo gibt es Ihr Bräu zu kaufen?

Mengelkamp: Seit Kurzem wird es beim Schnaitl in Wang und im Schützenheim Auer Elch in Volkmannsdorferau ausgeschenkt – dort, wo heute Abend das Gründungsfest steigt. Ab sofort ist es auch bei Edeka Stöber in Wang und Gammelsdorf oder bei Getränke Hörl in Mauern und Wörth erhältlich. In zwei Wochen sollte es dann bei Amazon bestellbar sein. Oder man kommt freitags und samstags von 17 bis 18 Uhr zu uns auf den Hof (Isarstraße 8, Volkmannsdorferau; Anm. d. Red.). Den Achter-Karton gibt es für 9,50 Euro plus Pfand. Die Schachtel ist schön bedruckt – also auch ein gutes Geschenk.

Jetzt, mit einer eigenen Marke: Trinken Sie da überhaupt noch fremdes Bier?

Mengelkamp: (lacht) Ich probiere natürlich immer auch andere Biere, um zu sehen: Was treibt die Konkurrenz? Es gibt viele gute, kleine Brauereien, da erkennt man die Handschrift des Braumeisters. Die größeren Marken spar’ ich eher aus.

Gewinnen Sie eine Kostprobe

Wer sich einen Achter-Pack Kämper Bräu in unserer Redaktion abholen möchte, schreibt bis Sonntag, 10. April 2016, 24 Uhr, eine E-Mail mit dem Betreff „Gewinnspiel Bier“ und seiner Telefonnummer an nord@freisinger-tagblatt.de. Das Los entscheidet. Abgabe nur an Personen über 18 Jahren gegen Vorlage eines gültigen Lichtbildausweises.

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