Es gibt hunderte Sorten von Äpfeln. Jetzt ist Hauptsaison! Foto: Hauke-Christian Dittrich
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Es gibt hunderte Sorten von Äpfeln. Jetzt ist Hauptsaison! Foto: Hauke-Christian Dittrich

Es ist kalt geworden: Wohin mit all den Äpfeln?

Apfelkuchen, Apfelmus - oder einfach pur: Das sind die klassischen Verwendungsmöglichkeiten für Äpfel, von denen es im Moment ziemlich viele gibt. Spätestens mit dem ersten Schnee müssen die Früchte rein.

Berlin (dpa/tmn) - Sie lassen sich monatelang lagern - und gehören daher nicht nur zur typischen Herbst-, sondern auch zur Winterküche. Äpfel sind gesund, lecker und einfach gut zu verarbeiten - hier ein paar Tipps und Ideen.

Rohe Äpfel sollten nicht eingefroren werden

Rohe Äpfel sind nicht zum Einfrieren geeignet. Weil sie so viel Wasser enthalten, schmecken sie danach einfach nicht mehr, erklärt Harald Seitz vom Verbraucherinformationsdienst aid. Beim Einfrieren bilden sich Eiskristalle, die Zellstruktur geht kaputt. "Der Apfel verliert dadurch seine Konsistenz", sagt Seitz.

Produkte wie etwa Apfelmus lassen sich hingegen einfrieren. Wer das Obst trotzdem "pur" im Tiefkühlfach lagern will, schneidet den Apfel in kleine Stücke und blanchiert diese kurz. Dann lassen sich die Stücke einfrieren und später weiterverarbeiten.

Was man aus Äpfeln alles machen kann

Selbst gemachtes Apfelgelee - verfeinert mit Zimt und Nelke zum Beispiel. Ebenfalls geeignet sind Chutneys mit Senf oder in anderen herzhaften Kombinationen. Wer mag, kann schon jetzt etwas Besonderes für die nächste Grillsaison vorbereiten: Äpfel kann man zusammen mit Senfgurken in einem Weckglas einlagern - das schmeckt dann zu Grillfleisch, aber auch zu Fisch.

Klassischer ist es, Apfelspalten mit Vanille und Sud einzuwecken. Oder Apfelkuchen - da sind verschiedene Rezepte sehr beliebt: gedeckt, mit Streusel oder Rosinen. Wichtig: Apfelkuchen sollte man nicht einfrieren. Die Früchte enthalten zu viel Flüssigkeit. Nach dem Auftauen ist der Kuchen in der Regel matschig.

Für Apfelsaft kocht man geschälte, entkernte und gewürfelte Früchte mit Wasser auf. Ein Stampfer zerdrückt die Früchte, etwas Zucker hinzufügen und den Saft durch ein Sieb abgießen.

Apfelmus mal anders

Mit Schwipps und einem Trick ganz zu Beginn der Zubereitung: Wer ein Apfelmus mal ein bisschen anders zubereiten möchte, kann das ohne großen Aufwand tun. Koch Felix Wessler aus dem Restaurant "Esszimmer" auf Norderney empfiehlt, zuerst Zucker zu karamellisieren. Der wird dann - ganz nach Geschmack - mit Weißem Portwein oder Apfelsaft abgelöscht. Dann kommen die geschnittenen Äpfel dazu, und das Mus lässt sich wie gewohnt kochen.

"Perfekt wird das Apfelmus mit einer frischen Vanilleschote und Zimt", sagt Wessler. Da er großer Zimt-Fan ist, mag er es besonders, wenn das Mus intensiv nach dem Gewürz schmeckt. Deshalb lässt er die fruchtige Masse mit der Zimtstange langsam und gute drei Stunden kochen. "Dann bekommt das Mus eine dunkle Farbe, und alle Aromen aus der Zimtstange gehen in das Mus über." Das Apfel-Zimt-Mus passt perfekt zu Mascarpone und Mandelkeksen.

Allergiker verträgliche Äpfel

Wer allergisch gegen manche Sorten ist, kann sich mit einem Test absichern: Ein kleines Stück eines ungeschälten Apfels wird kurz an die Lippen gehalten. Danach abwarten, ob sich eine allergische Reaktion entwickelt, erklärt der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Vor allem alte Apfelsorten wie der Boskoop seien verträglich, da sie Polyphenole enthalten, die das Apfelallergen ausschalten.

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