Kohlenhydrate werden in der Regel zum Mittagessen gereicht: Nudeln mit Tomatensoße. Foto: Jens Büttner
+
Kohlenhydrate werden in der Regel zum Mittagessen gereicht: Nudeln mit Tomatensoße. Foto: Jens Büttner

Gänzlicher Verzicht auf Kohlenhydrate ist nicht gesund

Ohne Kohlenhydrate kommt der Körper kaum aus. Besonders gute Lieferanten sind Vollkornbrote mit ganzen Körnern und Hülsenfrüchte. Gemahlene Körner eignen sich weniger gut.

Potsdam (dpa/tmn) - Low-Carb gilt als einer der Diät-Tipps schlechthin. Doch kann man so einfach die Kohlenhydratzufuhr reduzieren? Prinzipiell kann man sogar ganz ohne Kohlenhydrate leben, weil sie nicht essenziell sind, heißt es von Expertenseite.

Dass man sich ausschließlich von Eiweißen und Fetten ernähren kann, haben etwa die Inuit gezeigt, sagt Prof. Andreas Pfeiffer vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DIfE) in Potsdam. Trotzdem rät er von einem völligen Verzicht ab. "Das ist nicht gesund." Denn der menschliche Körper sei an Ballaststoffe und Vitamine aus Produkten wie Getreide gewöhnt.

Pfeiffers Empfehlung ist, etwa 40 bis 50 Prozent seiner Ernährung mit Kohlenhydraten zu bestreiten. "Wenn es geht, setzt man vor allem auf langsam resorbierbare Kohlenhydrate." Die sind zum Beispiel in Vollkornbroten mit ganzen Körnern enthalten. "Sobald Körner gemahlen sind, sind sie nicht mehr langsam resorbierbar", sagt der Wissenschaftler.

Bohnen, Erbsen und andere Hülsenfrüchte liefern ebenfalls lang resorbierbare Kohlenhydrate. Weil sie auch Mikronährstoffe, Vitamine und Ballaststoffe enthalten, sind diese Produkte laut Pfeiffer eine gute Ergänzung für einen gesunden, ausgewogenen Speiseplan.

Für Produkte mit viel Stärke wie Reis, Weißbrot und Kartoffeln gilt das weniger. Die enthaltenen Kohlenhydrate würden schnell aufgenommen und machten rasch wieder Hunger, erläutert Pfeiffer. "Als gesunder, schlanker Mensch ist der Verzehr weniger problematisch, da man die Kohlenhydrate verbrennt." Menschen mit hohem Blutdruck, einer Fettstoffwechselstörung oder Diabetes sollten jedoch lieber auf diese Kohlenhydrat-Lieferanten verzichten. "Sie können davon profitieren, wenn sie ihre Ernährung entsprechend anpassen", sagt Pfeiffer.

Mehr zum Thema

Fischkochbuch vom Starnberger See

Fischkochbuch vom Starnberger See

Fischkochbuch vom Starnberger See
Fischkochbuch vom Oberland

Fischkochbuch vom Oberland

Fischkochbuch vom Oberland
Peiting backt - Süßes aus dem Pfaffenwinkel

Peiting backt - Süßes aus dem Pfaffenwinkel

Peiting backt - Süßes aus dem Pfaffenwinkel
Krickerl-Messer aus echtem Rehgeweih - Unikat

Krickerl-Messer aus echtem Rehgeweih - Unikat

Krickerl-Messer aus echtem Rehgeweih - Unikat

Meistgelesene Artikel

Stangen in Wasser stellen: Grünen Spargel richtig lagern

Eine praktische Alternative zum weißen Spargel ist sein grüner Bruder, bei dem man sich das aufwändige Schälen sparen kann. Damit er schön frisch bleibt, sollte er …
Stangen in Wasser stellen: Grünen Spargel richtig lagern

Nach dem Kauf: Blätter vom Kohlrabi abbrechen

Mit dem Erntebeginn vieler Gemüsesorten wird der Speiseplan wieder vielfältiger. Ob gekocht oder als Rohkost - auch frischer Kohlrabi bereichert nun unsere Küche. Damit …
Nach dem Kauf: Blätter vom Kohlrabi abbrechen

Curry-Popcorn und Bowle: Snacks für die EM-Party

Kommt die Fußballrunde zum EM-Gucken vorbei, dürfen Snacks nicht fehlen. Chips und Schokolade sind zwar schnell auf den Tisch gestellt, aber nichts Neues. Dabei lassen …
Curry-Popcorn und Bowle: Snacks für die EM-Party

Tiefkühl-Hack ade? Warum McDonald's mit Frischfleisch experimentiert

Kommt es bei McDonald's nach der Grünkohl-Revolution zur Frischfleisch-Offensive? Erste Tests laufen, zum Imagewandel würde es passen. Doch einiges spricht gegen das …
Tiefkühl-Hack ade? Warum McDonald's mit Frischfleisch experimentiert

Kommentare