Edouard Cointreau, Vize-Präsident der World Cookbook Fair, hat den Kochbuch-Käufer durchschaut. Foto: Frank Rumpenhorst
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Edouard Cointreau, Vize-Präsident der World Cookbook Fair, hat den Kochbuch-Käufer durchschaut. Foto: Frank Rumpenhorst

Kochbuch als globaler Trend - doch sie werden wenig genutzt

Für die eigene Küche, oder auch gerne mal als Geschenk: Kochbücher sind inzwischen sehr beliebt. Es gibt vegetarische, süße, gesunde aus aller Herren Länder. Aber werden die Rezepte auch genutzt?

Frankfurt/Main (dpa) - Weltweit wächst der Markt für Kochbücher. "Kochbücher helfen dabei, sich zu Hause glücklich zu fühlen", sagte der französische Experte Edouard Cointreau auf der Frankfurter Buchmesse. Dies sei in einer "immer schwierigeren Welt" wichtig.

TV-Shows mit Köchen als Entertainern und das Internet hätten dem Markt einen großen Schub mit einem jährlichen Wachstum von drei bis fünf Prozent gegeben. "Leicht, billig und schnell" müsse derzeit ein Kochbuch mit seinen Rezepten sein.

Am kulinarischen Firmament seien ganz neue Länder wie etwa Peru erschienen, sagt Cointreau. Er sieht einen Wettbewerb der Nationen. "Die Menschen wollen auf etwas stolz sein können." Zugleich fächert sich der Markt auf: Es gehe nicht mehr allein um Fleisch, sondern etwa auch um Würste. Geografisch gibt es Kochbücher inzwischen sogar über Dörfer, wie Cointreau berichtet.

Kochbücher werden gerne verschenkt - und selektiv benutzt. Die Menschen kochten im Schnitt nur ein oder zwei Gerichte aus ganz wenigen Büchern nach. Die Kochbücher werden nach einer US-Studie zu 80 Prozent ausgerechnet im Bett gelesen. "Dort kochen die Leute normalerweise nicht", meinte der Experte trocken.

Vor Rezepten im Internet warnte er: "Viele Rezepte funktionieren dort nicht." Die Buchmesse(Publikumstage: 17. und 18. Oktober) hat mit Hilfe von Cointreau, der in Paris eine Kochbuch-Messe gründete, ihre "Gourmet Gallery" stark ausgebaut. Rund 30 Länder sind dort mit mehr als 1000 Titeln vertreten.

Buchmesse

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