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Naturspektakel: Bardarbunga auf Island spukt Lava (Archivfoto vom 14. September 2014).

Giftige Gase

Bardarbunga: Schwefelwolke verpestet die Luft

Der Ausbruch des Vulkans Bardarbunga auf Island hat zu mächtigen Schadstoffkonzentrationen in der Luft geführt. Die Gaswolke hat jetzt auch Österreich und Baden-Württemberg erreicht.

Inzwischen hat sich die Gaswolke aber auch auf das europäische Festland ausgebreitet. Das teilte die Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg am Donnerstag mit. In einigen Regionen Österreichs seien am vergangenen Montag ungewöhnlich hohe Schwefeldioxid-Werte gemessen worden. Auch in Teilen Baden-Württembergs waren die Werte kurzzeitig angestiegen. Gesundheitliche Schäden seien aber nicht zu befürchten.

Auf Island werden die Menschen je nach Windrichtung aufgefordert, Türen und Fenster geschlossen zu halten. Das Leben ginge zwar normal weiter, sagte eine Sprecherin des Meteorologischen Instituts. Aber die Belastung sei mitunter sehr groß. Der Ausbruchsstelle könnten sich die Wissenschaftler nur mit Gasmasken nähern.

Seit Wochen brodelt der Vulkan Bardarbunga

Der Vulkan Bardarbunga auf dem sich der bei Touristen beliebte Gletscher Vatnajökull befindet, brodelt seit Wochen vor sich hin. Am Mittwoch waren manuell rund 100 Erdbeben gemessen worden. Die Situation ist nach Angaben der Meteorologen stabil, doch Entwarnung können sie nicht geben. Ein größerer Ausbruch, der das Eis schmelzen und eine Aschewolke produzieren würde, kann auch fast sechs Wochen nach Beginn der Aktivitäten nicht ausgeschlossen werden.

Auswärtiges Amt weist Urlauber auf Gaswolke hin

Urlauber auf Island müssen in manchen Gebieten mit einer erhöhten Schadstoffkonzentration in der Luft rechnen. Grund dafür ist die verstärkte seismische Aktivität unter dem Bardarbunga-Vulkan und dem Vatnajökull-Gletschermassiv, die zu einem Ausbruch geführt hat. Das teilt das Auswärtige Amt in Berlin mit.

Besonders Menschen mit Herzerkrankungen und Vorerkrankungen der Atemwege sollten sich vor Ausflügen informieren, welche Gebiete betroffen sind. Karten mit Prognosen zur Ausdehnung der Gaswolke gibt es auf www.vedur.is/vedur/spar/textaspar/oskufok im Internet.

dpa

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