Stiftung Warentest
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Kinderhaut ist viel sonnenempfindlicher als die von Erwachsenen. Eltern sollten Sonnenschutzmittel immer großzügig auftragen.

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Das ist die beste Sonnencreme für mein Kind

Kinderhaut ist besonders empfindlich, ein sicherer Schutz vor Sonnenstrahlen ist wichtig. Die Stiftung Warentest hat nun 19 Sonnenschutzmittel für Kinder mit hohem und sehr hohem Lichtschutzfaktor geprüft. 

Auf der Packung versprechen gerade Sonnencremes, -sprays oder -milch für Kinder so einiges: Sonnenschutzfaktoren 30, 50 oder sogar 50+ sollen die Haut vor Sonnenbrand und Hautalterung schützen. Pünktlich zum Ferienbeginn hat Stiftung Warentest nun 19 Produkte zu Preisen von zwei bis 23 Euro pro 100 Milliliter geprüft.

Das Ergebnis: Die meisten wasserfesten Sonnenschutzmittel für Kinder schützen laut Stiftung-Warentest-Test „gut“ vor der Sonne. Die Lichtschutzfaktoren auf der Packung halten demnach fast alle geprüften Sonnencremes ein. Doch zwei Produkte fielen bei den Testern glatt durch und wurden mit der Note „mangelhaft“ bewertet: Eine Sonnenmilch versagt sowohl beim UVB-Sonnenschutzfaktor als auch beim UVA-Schutz. Eine billige Creme war so zäh, dass sie sich kaum verteilen ließ. Sieben Produkte wurden mit der Note „befriedigend“ ausgezeichnet, einige darunter sind nicht wasserfest.

Zu den Testsiegern gehörten Niveas „Sun Kids Pflegende Sonnenmilch“, Ladivals „Sonnenschutz Milch für Kinder“, „Cien Sun Sonnenspray für Kinder“ von Lidl sowie „Lavozon Sonnenmilch für Kinder“ von Müller und Rossmanns „Sunozon Sonnenmilch Kids“.

Der ausführliche Test Sonnenschutzmittel für Kinder erscheint in der Juli-Ausgabe der Zeitschrift test (ab 27. Juni 2014 am Kiosk).

Was bringt der Sonnenschutzfaktor?

UVB-Strahlen verursachen Sonnenbrand und UVA-Strahlen lassen die Haut frühzeitig altern. Langfristig können beide Hautkrebs verursachen.

Der Lichtschutzfaktor gibt an, wie stark ein Mittel vor UVB-Strahlen und damit vor Sonnenbrand schützt. Bei Kindern kann sich die ungeschützte Haut schon nach fünf bis zehn Minuten in der Sonne röten. Mit einem Lichtschutzfaktor 30 zum Beispiel verlängert sich die Zeitspanne um etwa das 30-fache auf 150 bis 300 Minuten. Hautärzte raten allerdings, bereits nach zwei Dritteln dieser Zeit aus der Sonne zu gehen. Auch Nachcremen verlängert den Schutz nicht. Die pralle Mittagssonne sollte vor allem für Kinder ohnehin tabu sein.

Sonnenschutzmittel für Kinder eignen sich, laut Stiftung Warentest, auch für Erwachsene mit heller oder empfindlicher Haut.

Richtig eincremen

Sonnenschutzmittel immer großzügig auftragen und regelmäßig nachcremen. Das gilt auch für wasserfeste Mittel nach jedem Baden und wenn man schwitzt.

Vitamin D und Sonnenlicht

Doch das Licht der Sonne ist auch gesund und für die Vitamin-D-Bildung im Körper wichtig. Kinder, Jugendliche und Erwachsene brauchen Vitamin D. Es ist für den Knochenaufbau entscheidend, da es die Aufnahme von Calcium fördert und die Knochen härtet. Außerdem unterstützt es das Immunsystem.

Die Ergebnisse der Stiftung Warentest. Für eine größere Ansicht bitte hier klicken.

Damit unser Körper in der Haut Vitamin D herstellt, braucht er Sonnenlicht, insbesondere UVB-Strahlung. Von März bis Oktober ist die Sonneneinstrahlung in unseren Breitengraden ausreichend, um genug Vitamin D zu bilden. Dafür müssen sich Erwachsene je nach Jahreszeit circa fünf bis 25 Minuten pro Tag mit unbedecktem Gesicht, Händen, Armen und Beinen in der Sonne aufhalten. Wer sich im Sommer viel mit unbedeckte Haut im Freien bewegt, kann, laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE), sogar einen Vitamin-D-Speicher für die Wintermonate anlegen. Denn im Winter ist die UVB-Strahlung der Sonne hierzulande nämlich nicht ausreichend.

Sonnencreme (Schutzfaktor 6) reduziert die hauteigene Vitamin D-Produktion deutlich.

ml/tmn/AFP

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