Radfahren mit Babybauch: Sport tut nicht nur der werdenden Mutter gut, sondern wirkt auch einem Schwangerschaftsdiabetes entgegen. Foto: Mascha Bricha
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Radfahren mit Babybauch: Sport tut nicht nur der werdenden Mutter gut, sondern wirkt auch einem Schwangerschaftsdiabetes entgegen. Foto: Mascha Bricha

Bewegen und gut ernähren: Schwangerschaftsdiabetes vorbeugen

Berlin (dpa/tmn) - Schwangerschaftsdiabetes ist eine der häufigsten Komplikationen während der Schwangerschaft. Dabei lässt er sich relativ einfach vermeiden. Die Devise lautet: Viel bewegen und gesund ernähren.

2013 waren in Deutschland rund vier Prozent aller Schwangeren von Schwangerschaftsdiabetes betroffen. Darauf weisen die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) und die Deutsche Adipositas-Gesellschaft (DAG) hin. Ein Risikofaktor ist Übergewicht. Ein Problem ist auch, dass Mütter im Verlauf der Schwangerschaft zu kalorienreich essen und dadurch übermäßig zunehmen. Weitere Risikofaktoren sind höheres Alter, Bewegungsmangel sowie ein hoher Konsum von Softgetränken und rotem Fleisch.

Wichtig ist daher, dass Frauen, die schwanger werden wollen, bei Übergewicht schon vorher aktiv werden. Außerdem sollten sie auf eine gesunde Ernährung achten. So können sie nicht nur dem Schwangerschaftsdiabetes vorbeugen: Die Hälfte aller Frauen, die daran erkranken, entwickelt acht bis zehn Jahre später einen manifesten Diabetes Typ 2. Außerdem werden ihre Kinder häufig mit zu hohem Gewicht geboren.

Schwangerschaftsdiabetes, auch Gestationsdiabetes (GDM) genannt, ist eine Glukosetoleranzstörung. Sie kann durch einen oralen Blutzuckerbelastungstest während der Schwangerschaft festgestellt werden.

Während der Schwangerschaft haben Frauen einen um bis zu 50 Prozent erhöhten Bedarf an Schilddrüsenhormonen. Um eine Unterversorgung auszuschließen, sollten Schwangere daher so früh wie möglich ihren TSH-Wert im Blut messen lassen. TSH kurbelt in der Schilddrüse die Hormonproduktion an, erklärt Prof. Dagmar Führer in der Fachzeitschrift "Deutsche Medizinische Wochenschrift". Studien hätten gezeigt, dass Kinder von Müttern mit einem Jodmangel einen niedrigeren IQ und eine langsamere Entwicklung haben. Normalerweise kann die Schilddrüse den erhöhten Bedarf in der Schwangerschaft decken, wenn der Körper genug Jod zur Verfügung hat. Ist dies nicht der Fall, sollten Frauen in Absprache mit ihrem Arzt Jodtabletten nehmen.

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