Internet-Seite des Produktes MMS: Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte warnt vor schweren Schäden. Foto: Oliver Berg/Archiv
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Internet-Seite des Produktes MMS: Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte warnt vor schweren Schäden. Foto: Oliver Berg/Archiv

Produkt soll schädlich sein

Bundesinstitut warnt vor schweren Schäden durch "Wunder"-Mittel MMS

Bonn - Die Bundesbehörde BfArM warnt vor dem umstrittenen Mittel Miracle Mineral Supplement (MMS), das angeblich gegen mehrere Krankheiten helfen soll.

Bei zwei überprüften Produkten - MMS und MMS2 - bestehe der "begründete Verdacht", dass sie "bei bestimmungsgemäßem Gebrauch schädliche Wirkungen haben, die über ein vertretbares Maß hinausgehen". Das teilte das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) mit.

Die MMS-Lösung und die MMS2-Kapseln werden im Internet zusammen mit einer Säure angeboten, mit der zusammen sie die Verbindung Chlordioxid (ClO2) ergeben. Nach Einnahme von MMS waren schwere gesundheitliche Schädigungen wie Atemprobleme oder Nierenversagen gemeldet worden.

Das Bundesinstitut BfArM stuft die Produkte als "bedenklich" ein und zugleich als zulassungspflichtige Arzneimittel - genauer: als Präsentationsarzneimittel, die Heilversprechen machen. Sie dürfen ab sofort bundesweit nur dann in Verkehr gebracht werden, wenn zuvor in einem behördlichen Zulassungsverfahren Wirksamkeit, Qualität und Unbedenklichkeit belegt wurden.

PM Warnung Bundesinstitut für Risikobewertung

Warnende PM BfArM von 2014

Aktuelle BfArM-Einstufung

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