Die Studie "Jugendsexualität" hat insgesamt 5750 junge Menschen und deren Eltern über das Sexleben Jugendlicher befragt. Foto: Jörg Lange
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Die Studie "Jugendsexualität" hat insgesamt 5750 junge Menschen und deren Eltern über das Sexleben Jugendlicher befragt.

Jugendsexualität 2015

Expertin: Teenager probieren mehr aus

Teenies sind oft schweigsam, wenn es um Intimes geht - zumindest den Eltern gegenüber. Für eine groß angelegte Studie geben dennnoch stets tausende Auskunft. Heute werden neue Ergebnisse erwartet.

Jugendliche haben einer Aufklärungsexpertin zufolge heutzutage große Freiheiten beim Ausprobieren ihrer Sexualität und nutzen diese auch.

Gleichgeschlechtliches Knutschen, Hetero- und Bisexualität - das werde ausprobiert, sagte die Autorin des Aufklärungsbuchs "Make Love", Ann-Marlene Henning. "Damit spielen sie. Sie legen sich nicht fest." Verschiedene sexuelle Identitäten würden in der Schule thematisiert, auch privat begegneten Jugendlichen nicht mehr nur Heterosexuelle.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) stellt heute 10.30 Uhr) in Berlin erste Ergebnisse ihrer Studie "Jugendsexualität 2015" vor. Zu Fragen wie dem Zeitpunkt des ersten Mals und Verhütungsmethoden erhebt die Behörde bereits seit 1980 immer wieder Daten.

In Sachen Verhütung mit Kondomen oder Pille sieht Expertin Henning die Jugendlichen heute sehr gut aufgeklärt: "Diese Antworten kommen wie aus der Pistole geschossen. Sie wissen inzwischen auch, dass man sich vor Geschlechtskrankheiten schützen muss." Ein tiefergehendes Wissen vermisse sie aber oft, auch in emotionaler Hinsicht: "Dass man Spaß dabei haben kann, dass man was lernen kann über Liebe, oder: Wie blockiert man bestimmte Anmache?"

Für die BZgA-Studie wurden vor allem 14- bis 17-Jährige sowie deren Eltern befragt. Erstmals einbezogen wurden junge Erwachsene zwischen 18 und 25. Mit insgesamt 5750 Interviews ist die Studie den Angaben zufolge repräsentativ für beide Altersgruppen. Vorgestellt werden auch Erkenntnisse über Jugendliche mit Migrationshintergrund.

dpa

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