Vor mehr als zwei Monaten hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) das westafrikanische Land für Ebola-frei erklärt hatte. Nun sind in Liberia drei neue Ebola-Fälle registriert worden.
+
Vor mehr als zwei Monaten hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) das westafrikanische Land für Ebola-frei erklärt hatte. Nun sind in Liberia drei neue Ebola-Fälle registriert worden.

Drei neue Ebola-Fälle in Liberia

Der Kampf gegen Ebola in Westafrika hat einen Rückschlag erlitten: Aus Liberia wurde am Freitag ein neuer Fall der lebensgefährlichen Viruserkrankung gemeldet, dabei galt das Land als Ebola-frei. 

Vor mehr als zwei Monaten hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) das westafrikanische Land für Ebola-frei erklärt hatte. Nun sind in Liberia drei neue Ebola-Fälle registriert worden. 

Ein zehnjähriger Junge sei am vergangenen Samstag erkrankt und in ein Krankenhaus in Monrovia gebracht worden, sagte der WHO-Ebola-Beauftragte in Liberia, Bruce Aylward. Zwei Geschwister des Jungen zeigten in den vergangenen zwei Tagen ebenfalls Symptome; die WHO bestätigte nun auch deren Erkrankung.

Der Infektionsweg war noch unklar: Der Junge habe keinen Kontakt mit Ebola-Patienten gehabt und sei auch auf keiner Beerdigung gewesen, sagte Aylward. Allerdings hätten die Eltern der Kinder in den vergangenen Wochen leichte Krankheitssymptome aufgewiesen; dies könne ein Hinweis auf den Infektionsweg sein.

Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Monrovia rief die Bevölkerung auf, Ruhe zu bewahren. "Wir haben Leute, die in der Lage sind, die Situation unter Kontrolle zu halten", sagte Sprecher Sorbor George. Aylward lobte die Verbesserungen der liberianischen Ebola-Reaktionskräfte und Nofalleinrichtungen seit der Ebola-Krise.

Nach Angaben des liberianischen Gesundheitsministeriums vom selben Tag wird der betroffene Patient derzeit in einer Isolierstation in der Hauptstadt Monrovia behandelt. Die Suche nach Kontaktpersonen sei eingeleitet worden, sagte der stellvertretende Gesundheitsminister Francis Kateh im Radio. Er rief die Bevölkerung auf, Ruhe zu bewahren.

Liberia war am 3. September bereits zum zweiten Mal für Ebola-frei erklärt worden, nachdem in der von der Weltgesundheitsorganisation gesetzten Frist von 42 Tagen keine neuen Fälle festgestellt worden waren.

Seit Beginn der Ebola-Epidemie Ende 2013 waren in Liberia mehr als 10.600 Menschen erkrankt, mehr als 4800 Patienten starben. Insgesamt fielen der Epidemie 11.300 Menschen zum Opfer, die meisten Opfer gab es neben Liberia in Guinea und Sierra Leone.

Ebola ist hoch ansteckend, sobald Patienten Symptome der Krankheit wie Fieber, Schmerzen, Erbrechen oder Durchfall aufweisen. Übertragen wird die Krankheit durch Körperflüssigkeiten.

AFP/dpa

Mehr zum Thema

Auch interessant

Peiting backt - Süßes aus dem Pfaffenwinkel

Peiting backt - Süßes aus dem Pfaffenwinkel

Peiting backt - Süßes aus dem Pfaffenwinkel
Krickerl-Messer aus echtem Rehgeweih - Unikat

Krickerl-Messer aus echtem Rehgeweih - Unikat

Krickerl-Messer aus echtem Rehgeweih - Unikat
Fischkochbuch vom Starnberger See

Fischkochbuch vom Starnberger See

Fischkochbuch vom Starnberger See
Fischkochbuch vom Oberland

Fischkochbuch vom Oberland

Fischkochbuch vom Oberland

Meistgelesene Artikel

Brexit-Votum: Krankenversicherung gilt weiterhin in Großbritannien

Wer in nächster Zeit Urlaub in Großbritannien macht, muss sich um die Krankenversicherung keine Sorgen machen. Da ändert sich erst einmal nichts.
Brexit-Votum: Krankenversicherung gilt weiterhin in Großbritannien

Hitze: Herzkranke Kinder brauchen Schutz

Sommerliche Hitze kann den Körper stressen. Vor allem Menschen mit Herzerkrankungen müssen aufpassen. Das gilt auch für Kinder.
Hitze: Herzkranke Kinder brauchen Schutz

Kohlenhydrate und Fette: So tanken Sportler wieder auf

Wer sich beim Sport richtig auspowert, verbraucht einige Energiereserven. Nach einem Workout sollte man daher etwas essen. Doch nicht allen ist klar, was der Körper dann …
Kohlenhydrate und Fette: So tanken Sportler wieder auf

Forscher entdecken wirksame Antikörper gegen Zika-Virus

New York - Rund anderthalb Millionen Menschen sind allein in Brasilien mit dem gefährlichen Zika-Virus infiziert. Jetzt gibt es eine erste Hoffnung auf einen Impfstoff …
Forscher entdecken wirksame Antikörper gegen Zika-Virus

Kommentare