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Bei Menschen mit einer Unterfunktion der Schilddrüse können Müdigkeit und depressive Verstimmungen verstärkt auftreten.

Erschöpft und müde

Wenn die Schilddrüse Probleme macht

Müdigkeit und eine gedrückte Stimmung treten im Winter bei vielen Menschen auf. Manchmal sind die Beschwerden jedoch nicht auf die dunkle Jahreszeit, sondern auf eine Unter- oder Überfunktion der Schilddrüse zurückzuführen.

Die Schilddrüse hat großen Einfluss auf den Stoffwechsel. Arbeitet sie zu wenig oder zu viel, macht sich das deshalb auf unangenehme Weise bemerkbar. Woran Betroffene eine Unterfunktion oder eine Überfunktion erkennen können, erklärt die Zeitschrift "Neue Apotheken Illustrierte" (Ausgabe 1. Februar 2015):

Einige der Anzeichen einer Unterfunktion: Schwäche, Müdigkeit, Konzentrationsstörungen, depressive Verstimmungen, trockene und raue Haut, Kälteempfindlichkeit, glanzlose Haare oder Haarausfall, brüchige Nägel, heisere Stimme, Gewichtszunahme ohne veränderte Essgewohnheiten, Verstopfung, niedriger Blutdruck, Durchblutungsstörungen, verringertes sexuelles Verlangen.

Einige der Anzeichen einer Überfunktion: Herzrhythmusstörungen, hoher Blutdruck, Nervosität, Schlafstörungen, Gewichtsabnahme, Durchfall, vermehrtes Schwitzen, Haarausfall, Stimmungsschwankungen bis hin zur Aggressivität, Erschöpfung.

Eine Unterfunktion kann zum Beispiel auf einen Jodmangel zurückgeführt werden. Womöglich ist auch eine Entzündung schuld. Hinter einer Überfunktion steckt manchmal die sogenannte Basedow-Krankheit: Dabei wird die Schilddrüse zur unkontrollierten Produktion und Freisetzung von Hormonen angeregt. Je nach Ursache kann eine Unterfunktion etwa mit der Gabe von Schilddrüsenhormon-Tabletten behandelt werden, die Überfunktion mit Arzneimitteln, die eine Produktion der Hormone bremsen.

dpa/tmn

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