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Anzeichen für Magersucht ist meist Untergewicht - vor allem durch Hungern, aber auch durch sehr viel Sport.

Frühe Hilfe ist nötig

Essstörungen: Anzeichen sind sehr vielfältig

Den eigenen Körper verabscheuen und unkontrolliert viel oder viel zu wenig essen: Eine Essstörung kann sich auf unterschiedliche Weise äußern. Wichtig ist, dass Betroffene sich möglichst früh Hilfe holen.

Berlin - Wenn die Gedanken ständig ums Essen und die Figur kreisen, kann das ein Zeichen für eine Essstörung sein. Gleiches gilt, wenn man den eigenen Körper verabscheut oder heimlich isst. Bei Warnsignalen sollte man sich Hilfe suchen, rät das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin.

Mögliche Ansprechpartner sind der Kinder- und Jugendarzt, der Hausarzt oder ein Psychotherapeut. Eine Überweisung braucht man laut ÄZQ nicht. Eine erste Anlaufstelle kann auch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung sein - dort kann man sich unter 0221/89 20 31 auch anonym beraten lassen. Weitere Möglichkeiten sind Spezialambulanzen oder Beratungsstellen für Essstörungen.

Essstörungen können sich ganz unterschiedlich zeigen. Eine Form ist die Magersucht. Anzeichen sind meist Untergewicht vor allem durch Hungern, aber auch durch Erbrechen, sehr viel Sport oder Abführmittel. Betroffene wiegen sich meist häufig, zählen Kalorien und haben panische Angst zuzunehmen, wie das ÄZQ erläutert. Sie halten sich trotz Untergewicht für zu dick.

Eine weitere Form ist die Bulimie. Sie ist gekennzeichnet durch Essanfälle. Betroffene verschlingen heimlich große Mengen, danach haben sie Schuldgefühle und steuern gegen: etwa mit erbrechen, fasten, Diäten oder übermäßigem Sport.

Bei der Binge-Eating-Störung haben die Betroffenen ebenfalls unkontrollierte Essanfälle sowie ein gestörtes Hunger- und Sättigungsgefühl. Allerdings steuern sie nach einem Essanfall nicht gegen, deshalb sind sie meist übergewichtig.

Diese unterschiedlichen Formen der Essstörung gehen in der Regel mit seelischen Problemen und einem niedrigen Selbstwertgefühl einher. Betroffenen hilft meist eine Psychotherapie. Das ÄZQ weist darauf hin, dass eine solche Behandlung Zeit braucht - je länger die Essstörung bereits besteht, desto länger dauert auch die Behandlung.

Wichtig ist, sich überhaupt Hilfe zu holen, denn eine Magersucht kann etwa zu Muskelschwund oder Haarausfall führen, warnt das ÄZQ. Wer sich ständig übergibt, schädigt Zähne und Speiseröhre. Übergewicht kann unter anderem zu Gelenkschmerzen und Bluthochdruck führen.

dpa/tmn

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