Individuelle Vorsorge ist wichtig. Das heißt, welche Untersuchung wirklich notwendig ist, sollten Männer direkt mit ihrem Arzt abstimmen. Foto: Monique Wüstenhagen
+
Individuelle Vorsorge ist wichtig. Das heißt, welche Untersuchung wirklich notwendig ist, sollten Männer direkt mit ihrem Arzt abstimmen.

Angst vor der Diagnose?

Die wichtigsten Vorsorgeuntersuchungen für Männer

Je früher einige Krankheiten erkannt werden, um so größer sind die Heilungschancen. Männer sind allerdings Vorsorgemuffel. Dabei hat es Vorteile sich zu einem Arztbesuch zu motivieren.

Vorsorgeuntersuchungen findet niemand wirklich toll. Denn da ist auch Angst: Findet der Arzt etwas Schlimmes? "Besonders Männer gehen häufig erst zum Arzt, wenn etwas wehtut", sagt Prof. Theodor Klotz von der Stiftung Männergesundheit. Dann kann es allerdings schon zu spät sein.

Die Krankheit hat ein fortgeschrittenes Stadium erreicht, und die Chancen auf Heilung sinken. Er rät Männern zu regelmäßiger Vorsorge - allerdings aber zu einer intelligenten Vorsorge. Das bedeutet, dass die Vorsorge individuell mit dem Arzt abgestimmt werden sollte. Hat ein Patient kritische Werte und in der Familie gab es zum Beispiel bereits Prostatakrebs, sollte diese Vorsorge engmaschiger erfolgen. "Ist das nicht der Fall, kann es auch reichen, alle zwei Jahre zur Früherkennung zu gehen", sagt Klotz.

Andernfalls besteht die Gefahr von Überdiagnosen - das heißt, es werden Krebse diagnostiziert, die vielleicht lebenslang keine Beschwerden verursacht hätten. Vorsorge hält Klotz aber dennoch für sinnvoll. Denn wird eine Krebserkrankung frühzeitig erkannt, kann das einen großen Einfluss auf die Lebenserwartung des Mannes haben. Doch welche Vorsorgeuntersuchungen sind überhaupt sinnvoll und werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen? Ein Überblick:

  • ab 35 Jahre, alle zwei Jahre: Früherkennung von Herz-Kreislauf- und Nierenerkrankungen und Diabetes
  • ab 35 Jahre, alle zwei Jahre: Hautkrebsscreening für Männer
  • ab 45 Jahre, jährlich: Krebsfrüherkennung für Männer, Tastuntersuchung der Prostata und der äußeren Genitalien
  • ab 50 Jahre, jährlich: Darmkrebsfrüherkennung, Untersuchung auf verborgenes Blut im Stuhl
  • ab 55 Jahre, alle zwei Jahre: Darmkrebsfrüherkennung, Stuhluntersuchung oder maximal zwei Darmspiegelungen.

dpa/tmn

Auch interessant

Peiting backt - Süßes aus dem Pfaffenwinkel

Peiting backt - Süßes aus dem Pfaffenwinkel

Peiting backt - Süßes aus dem Pfaffenwinkel
Krickerl-Messer aus echtem Rehgeweih - Unikat

Krickerl-Messer aus echtem Rehgeweih - Unikat

Krickerl-Messer aus echtem Rehgeweih - Unikat
Fischkochbuch vom Starnberger See

Fischkochbuch vom Starnberger See

Fischkochbuch vom Starnberger See
Türschild zum Selberbeschriften

Türschild zum Selberbeschriften

Türschild zum Selberbeschriften

Meistgelesene Artikel

Zahnschmerzen im Urlaub: Broschüre hilft beim Arztbesuch

Der Zahnarztbesuch im Urlaub lässt sich manchmal nicht vermeiden. Was Urlauber dann beachten sollten, steht in einer neuen Broschüre für die beliebten europäischen …
Zahnschmerzen im Urlaub: Broschüre hilft beim Arztbesuch

Macht das Sitzen auf einer Klobrille krank?

Nur zu Hause sitzt es sich bedenkenlos auf der Klobrille. Auf öffentlichen ist das schon anders. Aber kann man eigentlich vom Toilettensitzen Geschlechtskrankheiten …
Macht das Sitzen auf einer Klobrille krank?

Wenn der Kiefer knackt und schmerzt 

Es knirscht, es knackt, und es schmerzt im Kiefer. Den Namen der Störung, die dahintersteckt, kennt fast niemand: Craniomandibuläre Dysfunktion. Doch ungewöhnlich sind …
Wenn der Kiefer knackt und schmerzt 

Migräne: Forscher entschlüsseln Ursache 

Migräne ist unberechenbar. Betroffene leiden unter heftigen Schmerzen. Ein Forscherteam hat nun neue Hinweise auf die Ursache der Kopfschmerzattacken gefunden.  
Migräne: Forscher entschlüsseln Ursache 

Kommentare