Computersimulation eines Grippe-Virus.
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Computersimulation eines Grippe-Virus. Antigene (gelbe und blaue Antennen) sitzen auf einer doppelten Fettschicht, die sich um die Erbsubstanz im Inneren schließt.

Influenza

Höhepunkt der Grippewelle wohl erreicht

Husten und Schnupfen halten Menschen in Deutschland weiter im Bett. Doch der Höhepunkt der diesjährigen Grippewelle ist wohl erreicht. Die aktuellen Zahlen der gemeldeten Influenza-Fälle sind stabil.

Diese Jahr hat die Grippewelle im Januar begonnen, sagt Susanne Glasmacher vom Berliner Robert Koch-Institut (RKI). Es sei deswegen davon auszugehen, dass die Influenza-Saison noch bis März andauern wird.  

Die Zahlen der Grippefälle sind rasant nach oben geschnellt. In der vergangenen Woche (9. Kalenderwoche) haben sich bundesweit 9.520 Personen mit dem Influenza-Virus infiziert. Auch registriert die Arbeitsgemeinschaft Influenza noch eine "stark erhöhte Influenza-Aktivität" in Deutschland. Ob die Grippewelle in dieser Stärke weiter anhalten wird, lässt sich allerdings nicht vorhersagen. Die Arztpraxen sind voll, doch in einigen Regionen, wie beispielsweise in Bayern, ist die Zahl der Patientenbesuche nicht weiter gestiegen. Ein Hinweis, dass die Grippewelle ihren Höhepunkt erreicht hat und sich nun langsam abschwächt.

Darum ist das Grippe-Virus so tückisch

Die echte Grippe (Influenza) ist sehr ansteckend. Das Virus wird schon durch kleinste Tröpfchen übertragen. Über Mund, Nase oder Augen können Grippeviren über die Schleimhäute in den Körper eindringen.

Die Grippe-Virus fliegt durch die Luft, wenn Influenza-Patienten Husten, Niesen oder Sprechen. Für eine Ansteckung genügt es, ein Tröpfchen einzuatmen.

Die Erreger können aber auch an Türklinken, Treppengeländern oder Haltegriffen haften. Von Hand zu Hand verbreiten sich dann die Grippeviren.

Nach einer Infektion treten die ersten Symptome nach ein bis zwei Tagen auf. Grippe-Erkrankte sind vor dem Auftreten der ersten Krankheitsanzeichen bis zu einer Woche ansteckend. Typische Symptome einer Influenza sind Fieber, Husten, Halsschmerzen, Schnupfen, Muskel-, Glieder-, und Kopfschmerzen.

Dazu wirkt die Grippeimpfung dieses Jahr nicht so gut. Denn die Influenza wird von verschiedenen Virentypen ausgelöst, die sich ständig verändern. Die Weltgesundheitsorganisation WHO überwacht deswegen weltweit die Influenza-Infektionen. Jeder Grippe-Impfstoff für die kommende Saison wird aufgrund dieser Beobachtungen der verantwortlichen Virusstämme hergestellt. Diese Jahr reagieren die zirkulierenden Viren - Subtyp A H3N2 - nicht so gut auf den Impfstoff.

Grippewelle kostet deutsche Wirtschaft 2,2 Milliarden Euro

Die Grippewelle, die derzeit zahlreiche Bundesbürger zur Bettruhe zwingt, kostet die deutsche Wirtschaft einem Bericht zufolge rund 2,2 Milliarden Euro. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) könne durch die Epidemie im ersten Quartal 2015 um 0,3 Prozentpunkte zurückgehen, berichtete die Zeitung "Welt" am Mittwoch unter Berufung auf Berechnungen des Rheinisch-Westfälischen Wirtschaftsinstituts (RWI).

"Die Influenza zählt zu den Krankheiten, die einen relativ großen wirtschaftlichen Effekt haben, weil sich viele Leute anstecken und sich viele Arbeitnehmer krankmelden", sagte der RWI-Konjunkturexperte Torsten Schmidt der "Welt". "Es wird weniger konsumiert und produziert." All dies belaste das Bruttoinlandsprodukt. Durch eine flächendeckende Impfung lasse sich der volkswirtschaftliche Schaden auf 0,12 Prozent des BIP oder 880 Millionen Euro begrenzen, rechnete er vor.

Der lebensrettende Pieks: Diese Risikogruppen sollten sich gegen Grippe impfen lassen

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ml/AFP

Martina Lippl

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E-Mail:martina.lippl@merkur.de

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