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Wer gerade in der Sonne sitzt, hat keine Lust an Fieber, Gliederschmerzen oder Husten zu denken. Doch jedes Jahr im Herbst raten Experten zur Grippe-Impfung.  

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Grippewelle 2016: Das müssen Sie zu Influenza wissen

Die Grippewelle 2016 hat begonnen: Hier gibt es die wichtigsten Fragen, Antworten zu Symptomen einer Grippe-Viren-Infektion und ob sich eine Impfung noch lohnt.

Fieber, Husten Kopf- und Gliederschmerzen - das Grippevirus ist unterwegs, die Grippewelle 2016 rollt. Laut Bericht des Robert-Koch-Instituts (RKI) sind bestimmte Regionen in Deutschland besonders stark betroffen von der Grippewelle 2015/2016.

Das RKI spricht von 3081 bestätigten Influenzafällen in der siebten Meldewoche (13. bis 19. Januar). Und auch schon allein in der ersten Kalenderwoche von 2016 waren es bereits 874 Influenzafälle. Eine Grippeimpfung lohnt sich aber immer noch, sagt Susanne Glasmacher, Sprecherin des RKI. 

Besonders häufig sind die Fälle auf das Influenza-Virus-Typ A (H1N1) zurückzuführen. In ganz Europa sind vor allem 15- bis 64-Jährige erkrankt.

In den vergangenen Jahren startete die Grippewelle in Deutschland, laut RKI, im Januar und dauerte drei bis vier Monate. Außerhalb dieser Zeit werden nur einzelne Influenzafälle gemeldet. Die Grippewelle in Europa beginnt häufig zuerst in den südwestlichen Ländern, beispielsweise in Spanien oder Portugal.

Die WHO überwacht weltweit die Influenza-Infektionen. Jeder Grippe-Impfstoff für die kommende Saison wird aufgrund dieser Beobachtungen der verantwortlichen Virusstämme hergestellt. Doch, wie gut wirkt der Impfstoff dieses Jahr?

Es gibt unterschiedliche Impfstoffarten: Einen Dreifach-Impfstoff und einen Vierfach-Impfstoff. Der Dreifach-Impfstoff enthält Antigene dreier weltweit zirkulierender Varianten des Virus, davon zwei vom Typ A sowie eines vom Typ B.

Der Vierfach-Impfstoff enthält einen weiteren B-Typen und ist teurer. Dieser Wirkstoff verspricht, nach Ansicht von einigen Medizinern eine besseren Schutz vor einer Grippe-Infektion. Allerdings ist der Vierfach-Impfstoff laut dem Paul-Ehrlich-Institut (PEI) in dieser Saison jedoch nicht mehr verfügbar. Bestände gebe es womöglich noch im Großhandel. 

Grippe: Was ist eine Grippewelle?

Die echte Grippe, auch Influenza genannt, ist eine akute Erkrankung der Atemwege. Eine Grippe­welle entsteht, wenn sich Grippeviren leicht von Mensch zu Mensch überträgt und sich rasch ausbreiten kann. Influenzaviren verändern sich ständig. Wer einmal eine Grippe hatte, ist deswegen nicht immun, sondern kann sich im immer wieder mit Grippe anstecken.

Grippe: Warum beginnt eine Grippewelle im Winter?

Warum gerade zum im Winter nach dem Jahreswechsel die Zahl der Infektionen mit der Grippe steigt, ist unklar. Doch es gibt laut RKI Vermutungen über dieses Phänomen: Influenza­viren sind demnach bei niedrigen Tempe­ra­turen und in trockener Luft außer­halb ihrer Wirtsstrukturen (mensch­li­che Atemschleimhaut) stabiler.

  • Die Viren einer Influenza können sich, im Gegensatz zu Bakterien, nicht selbständig vermehren. Sie befallen daher eine fremde Zelle (Wirtszelle) und schleusen ihre Erbinformationen ein. Dann programmiert sie das Erbgut der Wirtszelle um, dass viele neue Viren produziert werden.
  • Die trockene Luft im Winter macht wohl auch die Schleimhaut der oberen Atem­wege anfälliger für eine Infektion mit der Influenza. Dazu ist das Immunsystem im Winter weniger schlagkräftig ist als im Sommer.
  • Ein weiterer Faktor könnte, nach Ansicht der Experten auch sein, dass wie uns im Winter längere Zeit zusammen mit anderen Menschen in weniger belüfteten Räumen aufhalten, dann haben die Influenza-Viren ein leichtes Spiel. 

Infizierte Patienten müssen gar nicht husten oder niesen um ihre Viren zu verteilen. Schon in der ausgeatmeten Luft tummeln sich Erreger. Experten raten einen Abstand von bis zu 70 Zentimetern einzuhalten, um sich vor einer Ansteckung mit der Grippe zu schützen. Beim Niesen sind bis zu zwei Meter nötig.

Grippe: So schützen Sie sich vor den Viren

  • Grippeimpfung

Bester Schutz vor einer Grippe ist eine Impfung. Der saisonale Grippeimpfstoff setzt sich jedes Jahr aus Bestandteilen der aktuell weltweit zirkulierenden drei Influenza-Virustypen zusammen. Die Viren verändern sich ständig, deswegen kann es auch bei Geimpften zu einer Influenza-Erkrankung kommen.

Im vergangenen Jahr wirkte die Impfung gegen die Grippe allerdings nicht optimal und schützte nur eingeschränkt vor den zirkulierenden A(H3N2)-Viren. Der H3N2-Stamm hatte sich genetisch verändert, nachdem die Impfstoffproduktion bereits begonnen hatte.

Wer soll sich gegen Grippe impfen lassen?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Schutzimpfung in erster Linie älteren Menschen über 60 Jahre, chronisch Kranken mit Grundleiden wie Diabetes, Asthma oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen, medizinischem Personal und Schwangeren. Sie zählen zu den Risikogruppen.

Die beste Zeit für eine Grippe-Impfung ist von September bis November. Auch später ist eine Grippe-Impfung noch sinnvoll. Doch die Impfung wirkt nicht sofort, sondern erst nach 10 bis 14 Tagen.

So schützen Sie sich vor einer Grippe-Infektion

Um sich vor einer Grippe zu schützen ist Hygiene besonders wichtig. Diese Punkte sollten Sie beachten:

  1. Waschen Sie sich gründlich die Hände mit Wasser und Seife! Trocknen Sie die Hände nach dem Waschen sorgfältig mit einem sauberen Tuch ab.
  2. Vermeiden Sie mit ihren Händen die Schleimhäute von Augen, Mund und Nase zu berühren.
  3. Verzichten Sie während einer Grippewelle möglichst auf das Händeschütteln. Halten sie Abstand zu niesenden oder hustenden Personen.
  4. Vermeiden Sie engen Kontakt zu Erkrankten.
  5. Regelmäßig lüften.
  6. Bleiben Sie Zuhause, wenn Sie krank sind!

Das sind die Symptome einer echten Grippe - Influenza

Typische Symptome der Grippe - Influenza - sind Husten, Fieber sowie Kopf- und Gliederschmerzen, die plötzlich auftreten. Die Patienten fühlen sich sehr schwach. Eine Influenza-Infektion kann aber auch mit leichten oder auch ganz ohne Beschwerden verlaufen. Erkältungserkrankungen mit Fieber werden als grippeähnlich bezeichnet.

Die Virusgrippe ist keine Bagatellerkrankung: Aufgrund des geschwächten Abwehrsystems wird der Körper auch für schwere Infektionen anfälliger. Herzmuskel- und Lungenentzündung können die Folge sein, wenn man an Grippe erkrankt. 

Mit Grippe im Bett: Wie lange ist man ansteckend?

Nach einer Infektion mit Grippeviren treten die ersten Beschwerden relativ rasch nach 1 bis 2 Tagen auf. Doch schon einen Tag vor Beginn der Beschwerden ist ein Grippekranker ansteckend. Ungefähr eine Woche lang nach Auftreten der ersten Symptome können Infizierte Viren verbreiten und andere anstecken.

Grippe eingefangen: Was muss ich bei einer Erkrankung beachten?

  • Halten Sie sich von anderen fern. Vermeiden Sie Kontakt zu Säuglingen, Kleinkindern und Schwangeren sowie Senioren und Menschen mit geschwächter Immunabwehr.
  • Bleiben Sie zu Hause und halten Sie Bettruhe.
  • Lüften Sie regelmäßig ihr Zimmer.
  • Wenden Sie sich bei starken Beschwerden an ihren Arzt.
  • Waschen Sie sich häufig die Hände mit Wasser und Seife.

 ml  

 

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