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Gebärmutterkrebs ist zwa eine häufige Erkrankung, doch kann sie gut geheilt werden.

Gebärmutterkrebs ist heilbar

Gute Chancen in frühem Stadium

Die häufigsten Krebserkrankungen der weiblichen Genitalorgane sind bösartige Tumore der Gebärmutter.

Man unterscheidet zwischen Gebärmutterhalskrebs und der Krebserkrankung des Gebärmutterkörpers, die von unterschiedlichem Ursprungsgewebe ausgehen. Da der Ursprung des Gebärmutterkrebses die Schleimhaut innerhalb der Gebärmutterhöhle ist, nennt man dies auch Gebärmutterschleimhautkrebs.

Gebärmutterhalskrebs

Es ist die vierthäufigste Krebserkrankung in Deutschland mit einem Anteil von 5,5 Prozent. Pro Jahr erkranken circa 11.700 Frauen. Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei 67 Jahren. Am häufigsten erkranken Frauen nach den Wechseljahren. Das Risiko einer Erkrankung ist erhöht besonders bei zeitlich langer oder hoher Östrogenkonzentration im Körper. Zu den Risikofaktoren gehören metabolisches Syndrom (bauchbetonte Fettsucht, hohes Cholesterin, Bluthochdruck, Zuckerstoffwechselstörung), Kinderlosigkeit, Diabetes mellitus, Tamoxifen-Therapie, familiärer Darmkrebs, späte Menopause und Östrogen-Monopräparate gegen klimakterische Beschwerden.

Keine gezielte Früherkennung

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Es gibt keine gezielte Früherkennung im Rahmen der Vorsorge. Wichtigstes Symptom sind Blutungen aus der Scheide, vor allem nach den Wechseljahren, die dringend zeitnah abgeklärt werden müssen. Weitere Beschwerden zeigen sich erst bei einer Größenzunahme des Tumors, wie zum Beispiel Schmerzen, Harnwegsinfekte mit Blut im Urin oder auch Rückenschmerzen bei einem Harnrückstau in die Nieren.

Bei Verdacht auf eine Gebärmutterschleimhautkrebserkrankung wird zunächst eine Ultraschalluntersuchung und danach zur Diagnosesicherung eine Ausschabung der Gebärmutter durchgeführt.

Im Zentrum der Therapie des Gebärmutterschleimhautkrebses steht zweifels ohne die Operation bei der die Gebärmutter samt anhängender Eierstöcke und Eileiter entfernt wird. Unter bestimmten Voraussetzungen müssen auch die Lymphknoten im kleinen Becken sowie entlang der Aorta entnommen werden.

Strahlentherapie kann helfen

Eine weitere Option ist die Strahlentherapie. Dabei unterscheidet man die lokale Bestrahlung mit einer Konzentration auf das obere Ende der Scheide zur Schonung des umliegenden Gewebes und die Bestrahlung von außen über fünf bis sieben Wochen bei größerer Ausdehnung des Krebses ober auch bei Befall der Lymphknoten. Alternativ zur Operation kommt eine Bestrahlung bei Frauen in Betracht, die in einem schlechten Gesundheitszustand sind oder bereits ein hohes Alter erreicht haben.

Insgesamt ist die Prognose gut. So werden im häufigsten Stadium I bei adäquater Behandlung Heilungsraten von 85 bis 90 Prozent erzielt.

Von Prof. Dr. Willibald Schrödern

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