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Mit dem Händewaschen nehmen es viele Menschen nicht allzu genau. Ein Fehler! Die Hände sind die häufigsten Überträger von Krankheitserregern

Wasser allein reicht nicht

Bringt Händewaschen ohne Seife nichts?

Ob beim Naseputzen, beim Toilettengang oder beim Streicheln eines Tieres unsere Hände kommen mit Keimen und Bakterien in Kontakt. Krankheitserreger haben dann ein leichtes Spiel und gelangen von Hand zu Hand.

Obwohl es zum Alltag gehört, ranken sich um das Händewaschen viele Mythen und Legenden. Bringt Händewaschen etwa nichts, wenn man keine Seife benutzt? Und welche Temperatur sollte das Wasser haben? Antworten gibt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Und wieder mal ist keine Seife mehr da. Manch einer mag sich denken, dass das Händewaschen ohne Seife ja eh nichts bringt und man dann auch gleich darauf verzichten kann. Aber stimmt das eigentlich?

Nein, lautet die Antwort. "Auch mit reinem Wasser spült man Schmutz und einige Erreger von den Händen ab", sagt Andrea Rückle von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Allerdings sei es deutlich effektiver, Seife zu benutzen. "Sie löst Schmutz und Mikroben besser von der Haut ab als Wasser allein." Ein weiterer Effekt: In der Regel reibt man seine Hände besser ein und wäscht sie gründlicher ab, wenn Seife darauf ist. Dadurch werden Keime eher beseitigt, sagt Rückle.

Auch die Länge spielt beim Händewaschen eine Rolle: Wer die Finger nur kurz unter den Wasserstrahl hält, erreicht kaum etwas und behält die meisten Erreger auf der Handfläche. 20 Sekunden sollte das Händewaschen mindestens dauern. Nicht relevant ist laut Rückle die Temperatur des Wassers - es kann kälter oder wärmer sein. Mikroben werden dadurch nicht besser oder schlechter entfernt.

dpa/tmn

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