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Studie: Mit Trauschein weniger Herzinfarkt

Sind Sie gefährdet?

Herzinfarkt: Heirat senkt ihr Risiko

Paris - Pro Tag erleiden rund 800 Menschen in Deutschland einen Herzinfarkt. Eine Studie hat jetzt untersucht, wer besonders gefährdet ist. Das Ergebnis ist verblüffend.

Verheiratete Männer und Frauen leben einer Studie zufolge mit einem geringeren Infarktrisiko als Singles. Dies gelte für alle Altersgruppen, berichten Forscher der Universitätsklinik im finnischen Turku. Die Europäische Gesellschaft für Kardiologie veröffentlichte die Studie am Donnerstag im südfranzösischen Sophia Antipolis. Allerdings ist die Aussagekraft der Untersuchung begrenzt.

Wer einzeln lebt, hat nicht nur ein höheres Infarktrisiko, sondern stirbt der Studie zufolge auch schneller an den Folgen einer Durchblutungsstörung der Herzkranzgefäße. So starben 51 Prozent der unverheirateten Männer innerhalb von 28 Tagen nach einem Herzinfarkt.

Bei Geschiedenen lag dieser Wert der Studie zufolge immer noch bei 42 Prozent, bei Ehemänner dagegen bei nur 26 Prozent. Frauen sind durch die Ehe noch mehr geschützt als Männer. Laut Untersuchung starben 43 Prozent der unverheirateten Patientinnen innerhalb der 28-Tage-Frist, bei den Geschiedenen 32 Prozent. Für Ehefrauen verlief die Krankheit nur in 20 Prozent der Fälle tödlich.

Erste Hilfe bei Herzinfarkt

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Die finnischen Forscher schränken die Ergebnisse ihrer Studie gleichzeitig ein: „Wir können die Möglichkeit nicht ausschließen, dass Menschen mit schlechter Gesundheit mehr dazu neigen, allein zu bleiben oder geschieden zu werden“, heißt es in der Untersuchung. Zudem könnten die geringeren Infarktrisiken für verheiratete Menschen abhängen von schützenden Ehe-Faktoren: Dazu zählten besserer Finanzstatus, gesündere Lebensumstände oder mehr soziale Unterstützung im Vergleich zu Unverheirateten. Außerdem enthalte die Studie keine Erkenntnisse zum Anteil zusammenlebender, unverheirateter Paare.

Die Forscher nutzten für ihre Studie die finnische Datenbank Finami mit 15 330 Infarktfällen von Menschen im Alter zwischen 35 und 99 Jahren. Die Fälle stammen aus der Zeit zwischen 1993 und 2002.

dpa

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