Wenn andere Behandlungsmethoden scheitern, können Mediziner, wie hier Prof. Hermann Josef Steinkamp in Berlin, mit einer Laser-Angioplastie das Blut in einer verschlossenen Arterie oftmals doch wieder in Fluss bringen. Foto: Andrea Warnecke
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Wenn andere Behandlungsmethoden scheitern, können Mediziner, wie hier Prof. Hermann Josef Steinkamp in Berlin, mit einer Laser-Angioplastie das Blut in einer verschlossenen Arterie oftmals doch wieder in Fluss bringen. Foto: Andrea Warnecke
Kleines Laser, große Wirkung: Bei einer Laser-Angioplastie werden bei einem Verschluss der Gefäße Ablagerungen an den Gefäßwänden mit einem energiereichen Laserlicht verdampft. Foto: Andrea Warnecke
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Kleines Laser, große Wirkung: Bei einer Laser-Angioplastie werden bei einem Verschluss der Gefäße Ablagerungen an den Gefäßwänden mit einem energiereichen Laserlicht verdampft. Foto: Andrea Warnecke
Prof. Hermann Josef Steinkamp führt in der Angioclinic in Berlin eine Laser-Angioplastie durch. Das Verfahren wird bei der arteriellen Verschlusskrankheit eingesetzt. Foto: Andrea Warnecke
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Prof. Hermann Josef Steinkamp führt in der Angioclinic in Berlin eine Laser-Angioplastie durch. Das Verfahren wird bei der arteriellen Verschlusskrankheit eingesetzt. Foto: Andrea Warnecke
Wieder im Fluss: Nach einem Verschluss der Kniearterie (l) kann das Blut nach einer Laser-Angioplastie wieder fließen (r). Foto: Prof. Hermann Josef Steinkamp
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Wieder im Fluss: Nach einem Verschluss der Kniearterie (l) kann das Blut nach einer Laser-Angioplastie wieder fließen (r). Foto: Prof. Hermann Josef Steinkamp
Thrombosestrümpfe üben Druck auf die Venen aus - dadurch verbessert sich der Blutfluss. Foto: Franziska Gabbert
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Thrombosestrümpfe üben Druck auf die Venen aus - dadurch verbessert sich der Blutfluss. Foto: Franziska Gabbert
Prof. Hermann Josef Steinkamp ist Facharzt für Radiologie und tätig am Gefäßzentrum Angioclinic in Berlin. Foto: André Berger
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Prof. Hermann Josef Steinkamp ist Facharzt für Radiologie und tätig am Gefäßzentrum Angioclinic in Berlin. Foto: André Berger
Dr. Nicolas Gumpert ist Facharzt für Orthopädie und tätig am Orthopaedicum Frankfurt am Main. Foto: Christian Loewe
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Dr. Nicolas Gumpert ist Facharzt für Orthopädie und tätig am Orthopaedicum Frankfurt am Main. Foto: Christian Loewe

Hinter Beinschmerzen können ernsthafte Erkrankungen stecken

Wenn die Beine kribbeln, anschwellen und sich schwer anfühlen, sollte man das ernst nehmen. Denn dahinter können Durchblutungsstörungen der Arterien und Venen, aber auch eine Verengung des Rückenmarkkanals stecken.

Berlin (dpa/tmn) - Plötzlich werden sie warm und schwer, fühlen sich prall an und ziehen: Gerade an den Beinen habe viele immer mal wieder unspezifische Schmerzen. Das kann ganz harmlos sein. Es können aber auch ernsthafte Erkrankungen dahinter stecken.

Die Ursachen können vielfältig sein, denn die Beine sind mit mehreren Gelenken verbunden und von zahlreichen Nerven, Muskeln und Blutgefäßen durchzogen. "Zum Beispiel sind die Arterien an den Beinen im Vergleich zu denen am Herz und Hals viel länger, so dass sich hier mehr Ablagerungen ansetzen können", erklärt Prof. Hermann Josef Steinkamp vom Gefäßzentrum Angioclinic in Berlin. Ein Überblick:

Periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK): "Bei der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (PAVK) verengen sich die Becken-, Oberschenkel- und Unterschenkelarterien durch Ablagerungen, so dass die Beinmuskeln schlechter durchblutet werden und weniger Sauerstoff erhalten", sagt Steinkamp. Betroffene merken die Arterienverengung vor allem beim Gehen.

"Oft bekommen sie bereits nach weniger als 200 Metern so starke Krämpfe im Gesäß, der Oberschenkel oder Wade, dass sie nicht mehr weiterlaufen können." Damit das Blut wieder ungehindert fließen kann, kommt oft ein Ballonkatheter zum Einsatz. Aber bei sehr festen Ablagerungen droht der Draht nicht mehr hindurchzukommen. Lange Zeit blieb dann nur die Amputation. Heute können solche Verschlüsse mit energiereichem Laserlicht verdampft werden, erklärt Steinkamp.

Spinalkanalstenose: Neben Rückenschmerzen treten Kribbeln und Taubheitsgefühle in den Beinen auch bei der Spinalkanalstenose auf. Ursache sind hier aber keine Durchblutungsstörungen, sondern unter anderem die fortschreitende Abnutzung der Wirbelsäule mit zunehmendem Alter.

"Der Rückenmarkskanal im Bereich der Lendenwirbelsäule verengt sich, so dass die Rückenmarksnerven unter Druck geraten. Dabei wird der Fluss von Nerveninformationen gestört, was sich dann in Beinschmerzen äußert", sagt der Orthopäde Nicolas Gumpert aus Frankfurt am Main. In der Regel wird eine Spinalkanalstenose zunächst mit Medikamenten und Physiotherapie behandelt.

Tiefe Beinvenenthrombose: Neben Arterien und der Wirbelsäule führen oft auch die Venen zu Beinbeschwerden: Und zwar in Form einer Thrombose in den tiefen Venen. "Ein Blutgerinnsel behindert dabei den Blutrückstrom vom Fuß über das Knie und die Leiste bis zum Herzen", sagt Norbert Frings von der Capio Mosel-Eifel-Klinik für Venenerkrankungen in Bad Bertrich. Das Bein schwillt an, wird schwer und ungewöhnlich warm. "Das Gerinnsel kann zunächst aber auch ohne Symptome bleiben."

Das ist tückisch, weil eine unbehandelte Beinvenenthrombose zu einer lebensbedrohlichen Lungenembolie führen kann. "Ein Stück des Gerinnsels kann sich lösen und in ein Gefäß der Lunge gespült werden, so dass akutes Herzversagen droht", sagt Frings. Behandelt wird in der Regel mit Medikamenten, die die Blutgerinnung hemmen. Außerdem sollte man sich regelmäßig bewegen.

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