Als hätte man den Boden unter den Füßen verloren: Schwindelgefühle können körperliche, aber auch psychische Ursachen haben. Foto: Julian Stratenschulte
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Als hätte man den Boden unter den Füßen verloren: Schwindelgefühle können körperliche, aber auch psychische Ursachen haben. Foto: Julian Stratenschulte

Hinter Schwindel kann Angststörung stecken

Wenn sich ständig alles dreht oder man wie benommen ist, kann das auch psychische Ursachen haben. Das zu wissen, hilft vielen schon. Aber auch den Gang zum Arzt sollte man nicht scheuen.

Krefeld (dpa/tmn) - Unsicher auf den Beinen oder als hätte man den Kontakt zum Boden verloren: Schwindel kann sich ganz unterschiedlich äußern. Er kann körperliche Ursachen haben, aber auch im Rahmen einer Angststörung auftreten. Darauf weist der Berufsverband Deutscher Nervenärzte (BVDN) hin.

Betroffenen hilft es oft schon, über die psychischen Ursachen des Schwindels Bescheid zu wissen. Wichtig ist auch der Umgang damit: "In dem Bemühen um eine willentliche Kontrolle des Gleichgewichts neigen Betroffene zu einer intensiven Selbstwahrnehmung und Selbstbeobachtung. Diese Selbstbeobachtungs-Spirale kann den Schwindel aufrechterhalten und verstärken", sagt Frank Bergmann vom BVDN.

Zunächst müssen körperliche Ursachen des Schwindels ausgeschlossen werden. Dafür kann der Besuch verschiedener Ärzte erforderlich sein: zunächst zum Hausarzt und dann gegebenenfalls zum HNO oder zum Neurologen. Wird keine körperliche Ursache gefunden, wendet man sich am besten an einen Nervenarzt oder Psychiater, rät der BVDN. Nicht selten beginnt der Schwindel mit besonderen psychischen Belastungen etwa in der Partnerschaft, im Job oder in der Familie.

Den Schwindel empfinden Menschen mit Angststörung oft gerade deshalb als bedrohlich, weil sie körperliche Ursachen dahinter vermuten - Erkrankungen der Halswirbelsäule, Durchblutungsstörungen, Herz-Kreislauf-Probleme. In ihrer Wahrnehmung ist der Schwindel der Auslöser der Angst, obwohl es eigentlich umgekehrt ist. Neben dem Wissen um die Ursache kann eine Verhaltenstherapie helfen. Auch Medikamente wie Antidepressiva kommen unter Umständen infrage.

Pressemitteilung

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