Auch wer viel joggt, braucht keine Nahrungsergänzungsmittel wie etwa Vitamintabletten. Eine ausgewogene Ernährung reicht völlig aus. Foto: Bodo Marks
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Auch wer viel joggt, braucht keine Nahrungsergänzungsmittel wie etwa Vitamintabletten. Eine ausgewogene Ernährung reicht völlig aus.

Pulver, Pillen oder Riegel

Hobbysportler brauchen keine Ergänzungsmittel zur Nahrung

Wer beim Joggen stark schwitzt oder beim Fitnesstraining viel Energie verbraucht, greift gern mal zu Eiweiß-Pulver oder Vitamintabletten. Doch das ist gar nicht notwendig, so lang man sich vielseitig ernährt.

Ob Pulver, Pillen oder Riegel: Freizeitsportler können ruhigen Gewissens auf Nahrungsergänzungsmittel verzichten. Spezielle Produkte sind trotz körperlicher Anstrengung keineswegs erforderlich. Darauf weist die Verbraucherzentrale Bayern hin.

Normale Lebensmittel liefern bei einer ausgewogenen Ernährung alles, was der Körper braucht. So müsse zum Beispiel niemand, der viel Sport treibt, einen Vitaminmangel befürchten. Denn ein möglicher Mehr-Bedarf an Vitaminen wird in der Regel problemlos durch mehr Essen ausgeglichen.

Auch eine Extra-Portion Eiweiß in Pulverform ist für den Muskelaufbau nicht notwendig: Wer viel trainiert, braucht 1,2 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht. Diese Menge wird aber laut Verbraucherzentrale über eine normale Ernährung erreicht. Vor allem Fleisch, Milchprodukte, Eier und Hülsenfrüchte enthalten viel Eiweiß.

Um einen Nährstoffmangel zu vermeiden, nehmen manche Hobbysportler vorbeugend Nahrungsergänzungsmittel ein. Sie schlucken zum Beispiel Vitamintabletten, ohne zu wissen, ob sie tatsächlich unterversorgt sind. Davon rät die Zeitschrift "Ernährung im Fokus" (Ausgabe 7/8/2015) ausdrücklich ab.

Es sei nicht auszuschließen, dass Nahrungsergänzungsmittel die Gesundheit und Leistungsfähigkeit auch negativ beeinflussen können. Statt nach dem Gießkannen-Prinzip zu verfahren, sei es besser, ein- oder zweimal pro Jahr beim Verdacht auf Unterversorgung den Ernährungsstatus testen zu lassen. Das geht etwa mittels einer Blut- oder Urinanalyse. Ist dann ein Nährstoffdefizit erkennbar, kann man es gezielt behandeln.

dpa/tmn

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