Kaffeetrinker aufgepasst: Spanische Forscher haben Schimmelpilzgifte in Kaffeeproben gefunden. 
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Kaffeetrinker aufgepasst: Spanische Forscher haben Schimmelpilzgifte in Kaffeeproben gefunden. 

Tückisches Gift

Kaffee ist häufig mit Schimmelpilz verpestet

Erst mit einem Kaffee kommen viele so richtig in Schwung. Das aromatische Gebräu ist als Muntermacher beliebt. Doch nun haben spanische Forscher Gifte von Schimmelpilzen in Kaffee gefunden.    

Arabica, Robusta, Kopi Luwak oder viele andere - allein im Supermarkt gibt es inzwischen eine riesige Auswahl von verschiedenen Kaffee-Sorten. In deutschen Büros werden laut einer Schätzung von "auxmoney" pro Sekunde über 420 Tassen getrunken.

Seit Jahren befassen sich zahlreiche wissenschaftliche Studien mit der gesundheitlichen Wirkung von Kaffee. Dabei kamen erstaunliche Erkenntnisse ans Licht.

Eine weniger gute Nachricht für Kaffeetrinker haben nun Wissenschaftler der Universität von Valencia im Journal "Food Control" veröffentlicht: Kaffee kann demnach verschiedene Schimmelpilzgifte, sogenannte Mykotoxine, enthalten. Diese Gifte können zu Krankheiten und gesundheitlichen Problemen führen.

Über 103 Kaffee-Produkte aus spanischen Supermärktem haben die Forscher im Rahmen ihrer Studie untersucht. Das Ergebnis: Alle Proben waren mit verschiedenen Pilzgiften verunreinigt, allerdings in unterschiedlichen Konzentrationen.

Besonders belastet waren fünf Proben, darunter auch entkoffeinierte Kaffee-Sorten. Eine Kaffeekapsel mit entkoffeiniertem Kaffee überschritt sogar den festgelegten Grenzwert um das Sechsfache.    

Die europäische Gesetzgebung regelt bislang nur die Grenzwerte für das Mykotoxin Orchrataxin A (OTA). Die Höchstwerte liegen 5 ug / kg für geröstete Kaffeebohnen oder gemahlenem Kaffee, und 10 ug / kg für lösliche oder Instant-Kaffee.

Ochratoxin A kann die Nieren schädigen und wirkt krebserregend. Es kommt vor allem in Getreide, Hülsenfrüchten und Trockenobst vor. Es tritt durch Fehler bei der Ernte, Lagerung oder Weiterverarbeitung auf.

Schimmelpilzgifte in Lebensmitteln

Doch auch andere Schimmelpilze sind in der Natur weit verbreitet. Die wichtigsten Mykotoxine sind Aflatoxine, Ochratoxin A, Patulin, Fusariumtoxine wie Fumonisine, Deoxynivalenol und Zearalenon sowie Mutterkorntoxine. 

Schimmelpilzgifte sind für die Menschen gefährlich: Sie können krebserregend sein, die Nerven, Leber sowie Niere, aber auch das Immunsystem schädigen. 

Hohe Temperaturen beim Kochen, Braten oder Backen machen Mykotoxinen nichts aus, warnt das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) auf ihrer Webseite. 

Mykotoxingehalt besser prüfen

Die spanischen Forscher halten es deswegen für notwendig, neben dem Ochratoxin A auch Grenzwerte für weitere Schimmelpilzgifte festzulegen. Zudem wäre es ihrer Meinung nach auch wichtig, alle giftigen Stoffe im Kaffee besser zu untersuchen.

ml

 

Martina Lippl

Martina Lippl

E-Mail:martina.lippl@merkur.de

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