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Der deutsche Formel-1-Pilot Michael Schumacher war nach seinem Ski-Unfall am 29. Dezember 2013 in ein küsntliches Koma versetzt worden.

Michael Schumacher

Künstliches Koma: Je länger umso schädlicher

Nach seinem Ski-Unfall haben Ärzte Michael Schumacher in ein künstliches Koma versetzt. Experten haben sich jetzt zu den Gefahren, Risiken und Folgen dieser Behandlung geäußert. 

Kognitive Einschränkungen

Das Gehirn kann bei kognitiven Einschränkungen beispielsweise optische, akustische Reize nicht mehr richtig umsetzen.

Gedächtnis, Reaktionsvermögen, Planen von Handlungsabläufen, Aufmerksamkeit, Konzentration können beeinträchtigt sein.

Die größte Gefahr nach einem schweren Schädelhirntrauma sei, dass nach dem Aufwachen aus dem Koma kognitive Einschränkungen blieben, sagte am Dienstag der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Neurointensiv- und Notfallmedizin (DGNI), Andreas Ferbert. Die Prognose verschlechtere sich, je länger ein künstliches Koma aufrechterhalten werden müsse. Die Dauerbeatmung schädige die Lunge, auch das Immunsystem und die Nieren würden beeinträchtigt.
Der frühere Formel-1-Rennfahrer Michael Schumacher war nach seinem Ski-Unfall am 29. Dezember in ein künstliches Koma versetzt worden. Allerdings erleiden aber jedes Jahr rund 270.000 Menschen in Deutschland ein Schädelhirntrauma, davon sind 10 Prozent mittelschwere und schwere Fälle.
Nach Angaben der Ärzte sterben 8000 Menschen an den Folgen, 60 Prozent von ihnen innerhalb der ersten 24 Stunden nach der Verletzung. Während früher häufig Autounfälle die Ursache waren, sind es inzwischen in mehr als der Hälfte der Fälle Stürze. Oft sind ältere Menschen in Heimen betroffen.

Bis zum Freitag treffen sich Ärzte, Wissenschaftler, Pflegeexperten und Therapeuten zur Arbeitstagung Neurointensivmedizin (ANIM) in Hannover.

Kognitive Einschränkungen

Schon kleine Einschränkungen der geistigen Leistungsfähigkeit machen sich im Alltag schnell bemerkbar. Betroffene können sich Namen nicht mehr merken, vergessen Termine oder ihnen fällt es schwer das richtige Wort zu finden.

dpa

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