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Ein Embryo kann bei einer künstlichen Befruchtung genetisch untersucht werden.

Präimplantationsdiagnostik in München

43 Mal: Genetische Untersuchung bei künstlicher Befruchtung

München - In bestimmten Fällen ist das möglich: Vor dem Einsetzen in die Gebärmutter kann ein Embryo genetisch untersucht werden. In München gibt es dafür seit einem Jahr eine Komission. 

Die bayerische Ethikkommission für Präimplantationsdiagnostik (PID) hat seit ihrer ersten Sitzung vor einem Jahr über 48 Anträge entschieden. Das teilte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Mittwoch in München mit. Präimplantationsdiagnostik bezeichnet die genetische Untersuchung eines durch künstliche Befruchtung entstandenen Embryos, bevor er in die Gebärmutter eingesetzt wird. „Die meisten Anträge hat die Kommission zustimmend bewertet“, sagte Huml. „Abgelehnt wurden nur 5 von 48 Anträgen.“ Die PID dürfe „auf keinen Fall als ein Selektionsinstrument wahrgenommen werden“, betonte sie. Darum werde gezielt etwa nach Erbkrankheiten oder Chromosomenanomalien gesucht.

Die aus acht Mitgliedern bestehende bayerische PID-Ethikkommission sitzt in München und trat vor genau einem Jahr, am 9. März 2014, zum ersten Mal zusammen. Unter den Mitgliedern sind vier Mediziner, ein Ethiker, ein Jurist, ein Patientenvertreter und der Vertreter einer Selbsthilfeorganisation für behinderte Menschen. Ihre Aufgabe ist es zu prüfen, ob medizinische Gründe vorliegen, die ausnahmsweise dazu berechtigen, den Embryo vor dem Einpflanzen in den Mutterleib zu untersuchen. Die PID darf in Bayern nach Ministeriumsangaben nur in den dafür zugelassenen Zentren in München, Planegg-Martinsried und Regensburg vorgenommen werden.

dpa

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