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Seine Hände und seine Füße sehen aus wie Wurzeln: Der 25-jährige Rikschka-Fahrer leidet an einer sehr seltenen Hautkrankheit.

Seltene Hautkrankheit

Ärzte wollen "Baum-Mann" operieren

Seine Hände sehen aus wie Baumwurzeln. Ein Rikscha-Fahrer aus Asien leidet unter einer seltenen Krankheit. Ärzte wollen ihm jetzt helfen.

Ein Mann aus Bangladesch, dessen Hände an knorrige Baumwurzeln erinnern, soll in einer Klinik in der Hauptstadt Dhaka operiert werden. Er leidet an einer seltenen Hautkrankheit, die zu warzenübersäter Haut und schuppenartigen Missbildungen an den Händen und Füßen führt. Das vererbte Leiden namens Epidermodysplasia verruciformis ist auch als „Baum-Mann-Krankheit“ bekannt. Seit sechs Jahren leidet der 25-Jährige unter den Hautwucherungen.

Die ersten Warzen wuchsen ihm vor zehn Jahren, doch richtig schlimm wurde es vor vier Jahren, berichtete Bajandar der Nachrichtenagentur AFP. "Erst dachte ich, das ist harmlos," erzählt der ehemalige Rikscha-Fahrer. "Doch nach und nach wurde es für mich unmöglich zu arbeiten."

Ein Ärzteteam des Dhaka Medical College in der Hauptstadt soll sich laut örtlichen Medienberichten vom Wochenende nun um den Rikscha-Fahrer Abul Bajandar kümmern. Der 25-Jährige stammt aus dem Khuna-Distrikt im Süden des Landes. Die Krankheit ist oft mit einem erhöhten Risiko für Hautkrebs verbunden. Ein Heilmittel gegen das Leiden gibt es nicht. Bajandar hatte schon in seiner Verzweiflung Hilfe bei Homöopathen und Kräuterheilern gesucht - nichts half.

Mit seinen seltsamen Wucherungen ist Bajandar gleichzeitig zu einer Attraktion geworden. Über die Jahre hätten hunderte Menschen ihn in Khulna aufgesucht und bestaunt, berichtete seine Schwester Adhuri Bibi AFP. Auch im Krankenhaus in Dhaka seien bereits hunderte Schaulustige gewesen.

dpa/AFP

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