Alfred Nobel ist auf der Medaille abgebildet.
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Alfred Nobel ist auf der Medaille abgebildet.

Auszeichnung 2014

Medizin-Nobelpreis geht an drei Hirnforscher

Der Nobelpreis für Medizin geht in diesem Jahr an John O'Keefe aus den USA sowie May-Britt Moser und Edvard Moser (beide Norwegen). Das teilte das Karolinska-Institut am Montag in Stockholm mit.

Die drei Wissenschaftler erhalten die Auszeichnung für die Entdeckung von Zellen, die ein Positionierungssystem im Gehirn bilden. Dieses System spiele eine maßgebliche Rolle bei der räumlichen Orientierung.

Das System ermöglicht den Angaben zufolge Antworten auf simple Fragen wie: "Woher wissen wir, wo wir sind? Wie finden wir den Weg von einem Ort zum nächsten? Und wie können wir diese Information abspeichern, so dass wir beim nächsten Mal sofort wieder den gleichen Weg nehmen?" John O'Keefe hatte demnach bereits 1971 die erste Komponente des hirneigenen "GPS" entdeckt, May-Britt und Edvard Moser fanden dann im Jahr 2005 eine weitere Schlüsselkomponente.

Die höchste Auszeichnung für Mediziner ist mit umgerechnet 870.000 Euro (8 Millionen Schwedischen Kronen) dotiert.

Mit der Bekanntgabe der Auszeichnung für Medizin beginnt am Montag (11.30 Uhr) in Stockholm der diesjährige Reigen der Nobelpreise. Im vergangenen Jahr wurde der Deutsche Thomas Südhof mit seinen US-Kollegen James Rothman und Randy Schekman für grundlegende Erkenntnisse über die Transportsysteme der Zellen ausgezeichnet. Am Dienstag wird der Physik-Nobelpreis vergeben, am Mittwoch der Preis für Chemie.

Der mit besonderer Spannung erwartete Träger des Friedensnobelpreises wird am Freitag in Oslo verkündet. Am Montag kommender Woche wird der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften bekannt gegeben. Der Termin für die Bekanntgabe des Literatur-Nobelpreisträgers wurde wie üblich noch nicht mitgeteilt, müsste traditionsgemäß aber am Donnerstag erfolgen.

Medizin-Nobelpreis - die Preisträger der vergangenen zehn Jahre

2013: Thomas Südhof (gebürtig in Deutschland) sowie James Rothman (USA) und Randy Schekman (USA) für die Entdeckung von wesentlichen Transportmechanismen in Zellen.

2012: Der Brite John Gurdon und der Japaner Shinya Yamanaka für die Rückprogrammierung erwachsener Körperzellen in den embryonalen Zustand.

2011: Bruce Beutler (USA) und Jules Hoffmann (Frankreich) für Arbeiten zur Alarmierung des angeborenen Abwehrsystems. Ralph Steinman aus Kanada entdeckte Zellen, die das erworbene Immunsystem aktivieren. Er war kurz vor der Verkündung gestorben und bekam den Preis posthum.

2010: Der Brite Robert Edwards für die Entwicklung der Reagenzglas-Befruchtung.

2009: Elizabeth Blackburn, Carol Greider und Jack Szostak (alle USA) für die Erforschung der Zellalterung.

2008: Harald zur Hausen (Deutschland) für die Entdeckung der Papilloma-Viren, die Gebärmutterhalskrebs auslösen, sowie die Franzosen Françoise Barré-Sinoussi und Luc Montagnier für die Entdeckung des Aidserregers HIV.

2007: Mario R. Capecchi, Oliver Smithies (beide USA) und Sir Martin J. Evans (Großbritannien) für eine genetische Technik, um Versuchsmäuse mit menschlichen Krankheiten zu schaffen.

2006: Die US-Forscher Andrew Z. Fire und Craig C. Mello für eine Technik, mit der sich Gene gezielt stumm schalten lassen.

2005: Barry J. Marshall und J. Robin Warren (beide Australien) für die Entdeckung des Magenkeims Helicobacter pylori und dessen Rolle bei der Entstehung von Magengeschwüren.

2004: Richard Axel und Linda Buck (beide USA) für die detailgenaue Enträtselung des Geruchssinns.

AFP/dpa

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