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Eine Mittelohrentzündung kann ziemlich schmerzhaft sein. Gerade Flugreisen sollten dann gemieden werden. Foto: Patrick Pleul

Mit Mittelohrentzündung Flüge lieber meiden

Mit schweren Infekten wie einer Mittelohrentzündung können Flugreisen zur Qual werden. Denn der Druckausgleich gelingt kaum mehr. Wer kann, verzichtet deshalb lieber auf den Flug.

Bad Arolsen (dpa/tmn) - Akute Infekte mit Fieber oder entzündetem Mittelohr können bei Flugreisen zur Qual werden. Denn aufgrund der zugeschwollenen Ohrtrompete gelingt kein Druckausgleich mehr, erklärt Prof. Gerhard Hesse.

Die Ohrtrompete verbindet den Rachenraum mit dem Mittelohr. "Während des Flugs kann man dort große Schmerzen bekommen, gegen die man kaum etwas machen kann", schildert Hesse, der Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirugie (DGHNO KHC) ist. Aus dem Grund rät er dazu, mit akuten Infekten lieber auf Flugreisen zu verzichten. "Gerade Kinder leiden unter den Schmerzen extrem und schreien." Bei ihnen schwellen die Ohrtrompeten eher zu, da sie schmaler sind als bei Erwachsenen.

Schäden am Ohr oder eine Verschlimmerung des Infekts bringt eine Flugreise dagegen nicht. Es sei ein reines Schmerzthema, betont der Experte. Wer erkältet in einen Flieger steigt, sollte Nasentropfen im Handgepäck haben. Die helfen laut Hesse am besten, weil die Tropfen - etwa im Gegensatz zu Nasenspray - bis in den Rachen zur Ohrtrompete fließen und dort abschwellend wirken. "Bei starken Schwellungen, wie sie zum Beispiel bei einer Mittelohrentzündung auftreten, helfen auch die Tropfen häufig nicht", sagt der Experte, der in Bad Arolsen eine Tinnitus-Klinik leitet.

Bei gesunden Menschen, aber auch leichten Infekten, kann gegen den typischen Druck auf dem Ohr häufiges Schlucken helfen. Kaugummis zum Beispiel unterstützen durch die Kaubewegungen bei dem Druckausgleich. Eine bessere Möglichkeit ist das sogenannte Auspusten - man hält sich die Nase zu und versucht gleichzeitig, durch diese auszuatmen. Dadurch wird die Ohrtrompete geöffnet, erklärt Hesse.

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