Ein Extra-Schlauch in der Dusche ermöglicht das Kneippen im eigenen Bad. Foto: Aqua Cultura/Wolfgang John GmbH
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Ein Extra-Schlauch in der Dusche ermöglicht das Kneippen im eigenen Bad. Foto: Aqua Cultura/Wolfgang John GmbH

Neuer Gesundheitstrend: Kneippen im eigenen Badezimmer

Köln (dpa/tmn) - Wassertreten, eiskalte Schenkelduschen und Fußbäder mit Kräutern: Kneipp-Kuren fördern die Gesundheit. Da das Badezimmer immer mehr zum Wellnessraum wird, verwundert es nicht, dass Einrichter nun auch Fußbecken und Kneippschläuche einbauen.

Früher fuhr man dazu auf Kur, heute ist das Kneippen im eigenen Bad möglich. Ein Teil der ganzheitlichen Erholung nach Sebastian Kneipp umfasst die Hydrotherapie. "Das ist im Grunde nichts anderes, als den Körper mit Wasser zu reizen", erklärt Angelika Martina Brüßel, Geschäftsführerin von Aqua Cultura, einer Vereinigung von Badeinrichtern. "Das Wasser regt an und mobilisiert." Das gelingt etwa durch Wechselbäder für die Füße und Arme. Oder dadurch, Oberschenkel oder Gesicht kalt abzuduschen. Immer mehr Hersteller bieten Installationen dafür für zu Hause an.

"Eigentlich ist Kneippen in jedem Badezimmer möglich, sogar in einem kleinen", sagte Brüßel auf der Internationalen Möbelmesse IMM Cologne (19. bis 25. Januar). Doch das vorhandene Inventar lasse sich dafür meist nicht nutzen. Denn ein Wasserstrahl aus dem Duschkopf entfalte nicht die gewünschte Wirkung.

"Das Badezimmer sollte auf jeden Fall einen Kneippschlauch haben, und dieser sollte an kaltes wie auch warmes Wasser angeschlossen sein", sagte Brüßel. Gut sei ein Schlauchdurchmesser von zwei Zentimetern.

Bei einer Schenkeldusche in der eigenen Wanne empfiehlt es sich, nicht mit den Füßen im Wasser zu stehen, das sich während der Anwendung aufstaut. Daher rät Brüßel zu einem erhöhten Ablaufgitter aus Holz.

Wer ein Bad neu baut oder das alte saniert, kann den Raum gleich auf das Kneippen auslegen: Ein zusätzliches Fußbecken lässt sich am Ende oder an der Seite der Wanne installieren. So sind Wechselbäder zwischen kaltem Wasser in dem einen Becken und warmem Wasser in dem anderen möglich.

Die Wanne wird etwas weiter von der Wandseite weggerückt als üblich, es entsteht ein größerer Absatz, auf den man sich gut für das Fußbad hinsetzen kann. Ist die Dusche groß genug, passen Bänke hinein zum Hinsetzen während einer Schenkeldusche. Andernfalls bietet sich ein Hocker an. Bauherren sollten ein Waschbecken einplanen, das tief und breit genug ist, um beide Arme darin zu baden, erklärt Brüßel.

Die Kneipp-Kuren hat der bayerische Pfarrer Sebastian Kneipp (1821-1897) entwickelt. Zu der ganzheitlichen Therapie gehören auch Kräutertees, Schonkost und Bewegung. Bekannt ist Kneipp aber vor allem für seine Wasserkuren.

Infos zum Kneippen

Webseite zur IMM Cologne

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