+
Wegen der milden Temperaturen beginnt die Heuschnupfenzeit in diesem Jahr recht früh.

Heuschnupfenzeit beginnt

Pollenflug: Die Allergiesaison ist gestartet

Die Nase läuft, die Augen tränen: Heuschnupfenzeit. Und das schon im Februar. Denn die Haselpollen sind bereits unterwegs, Erle und Birke folgen bald.

Bei so manch einem läuft schon jetzt die Nase und die Augen tränen: "Die Allergiesaison ist gestartet", erklärt Prof. Torsten Zuberbier, Vorsitzender der Europäischen Stiftung für Allergieforschung (ECARF). Zurzeit sind die Haselpollen unterwegs, bald folgen Erle und Birke.

Die schlechte Nachricht: "Diejenigen, die auf Hasel reagieren, reagieren mit hoher Wahrscheinlichkeit auch auf Erle und Birke." Die gute Nachricht: Die Allergie kann und sollte behandelt werden. "Wenn man nichts macht, schadet man sich selbst." Denn der Körper setzt als Abwehrreaktion auf die Pollen Histamin frei - das verursacht die Allergiesymptome.

Als Medikamente kommen Antihistaminika infrage

"Die blockieren das Histamin an seinen Rezeptoren." Zuberbier rät, sich bei der Wahl eines Antihistaminikums beraten zu lassen und eine moderne Variante zu wählen, die nicht müde macht. Gegen die verstopfte Nase kommen außerdem Kortison-Nasensprays infrage. "Moderne Kortison-Nasensprays wirken örtlich und sind nicht mehr in der Blutbahn zu messen", beruhigt Zuberbier. Diese seien als sicher bewertet worden - auch bei einer Anwendung über längere Zeit. Sie verlieren dadurch nicht ihre Wirkung. Deshalb lautet Zuberbiers Fazit: "Der wichtigste Tipp ist, sie dauerhaft zu nehmen während der Saison."

Am besten beginnen Allergiker schon ein bis zwei Wochen vor dem erwarteten Pollenflug

Denn: "Da ist schon Allergen in der Luft, selbst wenn der Pollenflug noch nicht messbar ist." Für eine Hyposensibilisierung ist es für die Baumpollensaison zu spät - für die später startende Gräsersaison aber können Allergiker jetzt noch eine Hyposensibilisierung beginnen.

Übrigens: Wer in diesen Wochen das erste Mal längere Zeit gefühlt einen Schnupfen hat, sollte auch an die Möglichkeit von Heuschnupfen denken und es von einem Arzt abklären lassen, rät Zuberbier.

dpa/tmn

Mehr zum Thema

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Mehr Schwangerschaften mit Babysimulator-Puppe

Sie schreien, müssen gefüttert und gewickelt werden: Babysimulator-Puppen sollen Teenager von Schwangerschaften abhalten. Doch das klappt wohl nicht, wie Forscher nun …
Mehr Schwangerschaften mit Babysimulator-Puppe

Klimawandel könnte Heuschnupfen-Welle auslösen

Schlechte Nachrichten für Allergiker: Das Niesen und Keuchen wird für alle Heuschnupfen-Geplagten wohl noch weiter zunehmen. Nach Forscherprognosen gibt es bis 2050 …
Klimawandel könnte Heuschnupfen-Welle auslösen

10 ultimative Tipps: So vertragen Sie die Hitze am besten

München - Weil sich der Sommer bisher eher zurückgehalten hat, ist die Freude auf das bevorstehende Wochenende besonders groß: Temperaturen über 30 Grad sind für München …
10 ultimative Tipps: So vertragen Sie die Hitze am besten

So reagiert der Körper auf Hitze

Trockene Lippen, feuchte Stirn: Hohe Temperaturen fordern unseren Körper heraus. Wie geht er damit um?
So reagiert der Körper auf Hitze

Kommentare