+
Dr. med. Christian Jessel - Facharzt für Orthopädie, Sportmedizin, Chirotherapie.

Facharzt für Orthopädie, Chirotherapie und Sportmedizin

Interview mit Dr. med. Christian Jessel

Dr. med. Christian Jessel, der Gründer der Praxisklinik PRO U, wurde 1963 geboren und studierte Medizin an der Heinrich Heine Universität in Düsseldorf. Er war 10 Jahre lang Tennis Bundesligaspieler beim RTHC Bayer Leverkusen.

Beruflicher Werdegang

Nach seinem Studium 1990 arbeitete Dr. Jessel in der Chirurgie in Durban/Südafrika, 1991-1993 in der Chirurgie und Unfallchirurgie im Klinikum München-Großhadern, wo er 1994-1999 die Orthopädische Facharztausbildung absolvierte.

Dr. Jessel hat eine langjährige Ausbildung in arthroskopischen Techniken, insbes. Kniegelenk; Akupunkturausbildung mit Diplom bei der Forschungsgruppe für Akupunktur.

Sein Operationsspektrum umfasst Arthroskopien, Knorpelchirurgie, vordere Kreuzbandoperationen und Vorfußchirurgie.

Seit 1994 betreut Dr. Jessel sportmedizinisch den Compaq Gran Slam Cup und das Bavarian Open Tennis Turnier. Er ist Mitglied zahlreicher orthopädischen Gesellschaften: der Gesellschaft für orthopädische-traumatologische Sportmedizin, der Gesellschaft für prophylaktische Orthopädie, der Arbeitsgemeinschaft für Arthroskopie, der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Traumatologie, der Gesellschaft für praktische Chirotherapie und der Internationalen Gesellschaft für orthopädische Schmerztherapie.

Interview:

Herr Dr. Jessel, wie kam es zum Berufswunsch Orthopäde? 

In meiner Zeit als halbprofessioneller Tennisspieler kam ich bereits vor meinem Studium mit vielen Sportverletzungen in Kontakt, die ich teilweise an mir selbst erfahren habe, aber auch bei anderen Sportlern beobachten musste. Man entwickelt als Leistungssportler ein ganz eigenes Verständnis für den Körper, seine Belastbarkeit und seine Belastungsgrenzen. Als ich mit dem Medizinstudium angefangen habe, war daher die Richtung Orthopädie aufgrund meines Sportengagements im Grunde schon vorgegeben. Was macht Ihrer Meinung nach einen guten Orthopäden aus? Ich glaube, man muss die Frage, was einen guten Orthopäden ausmacht, zunächst anders stellen. Denn zunächst stellt sich die Frage, was einen guten Arzt ausmacht. Und diese Frage lässt sich sicherlich mit dem Wort Empathie beantworten. Das Entscheidende ist doch, in der heutigen Zeit ein guter Arzt zu sein und dem Patienten trotz aller zeitlichen Einschränkungen das Gefühl zu geben, dass sein Anliegen und seine Person für den Arzt wichtig sind. Danach treten sicherlich auch fachliche Qualifikationen, beim Orthopäden fachliches Wissen und auch Spezialwissen in den Vordergrund. In den letzten Jahren ist eine zunehmende Spezialisierung eingetreten. Der Anspruch, zum Beispiel auch an orthopädische Operationen, ist so hoch geworden, dass man heutzutage auf einem hohen Niveau nicht mehr alle Gelenke operativ anbieten kann und auch nicht sollte. So ist es auch bei PRO U geschehen, hier hat jeder von uns vier Ärzten seine operative Spezialisierung.

Wie kam es zur Gründung von PRO U?

Ich stamme aus Nordrhein-Westfalen und hatte bereits nach meiner Facharztausbildung in meiner Heimatstadt eine Praxisklinik geplant, als ein befreundeter Kollege mir vom Bau des Münchener Airport Centers erzählte und mir von der Idee berichtete, hier ein Ärztezentrum bzw. eine Praxis mit zugehöriger Klinik aufzubauen. Als ich dann die gegebenen Örtlichkeiten 1998 anschaute, entstand eine Vision, die mich bis heute nicht losgelassen hat und sich auch als erfolgreiches Konzept über die letzten 16 Jahre bewahrheitet hat.

Wofür steht PRO U?

PRO U bedeutet „FÜR SIE“ und natürlich steht die Abkürzung für Praxis für Orthopädie und Unfallchirurgie. Wir wollen hier am Flughafen für Sie, den Patienten, da sein und Ihnen bei Ihren orthopädischen Problemen helfend zur Seite stehen.

Wodurch unterscheidet sich PRO U von anderen Praxen, und welche Vorteile bieten Sie Ihren Patienten?

Zum einen bietet PRO U eine ausführliche diagnostische Abklärung. Hier sind neben der Standard-Röntgendiagnostik, Ultraschall auch die vierdimensionale Wirbelsäulenvermessung und die Kernspintomographie im Einsatz. Man kann also – wie ansonsten nur im Rahmen mehrerer Arzttermine - innerhalb von kürzester Zeit alles durchführen und diagnostisch abklären lassen. Außerdem halten wir seit der Gründung eine Notfallsprechstunde am Samstag von 09:00 Uhr bis 12:00 Uhr ab. Darüber hinaus bieten die vier Ärzte von PRO U operativ eine hohe Spezialisierung und decken nahezu das gesamte orthopädische operative Feld ab. Es geschieht nicht selten, dass ich einen Fall einem meiner Kollegen vorstelle, der auf dem betreffenden Gebiet einfach mehr Erfahrung hat. Vier Augen sehen oftmals eben doch mehr als zwei. Das halten in der Praxis alle Ärzte so, ein Vorteil, der gar nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. Wir sind auch neuen therapeutischen Ansätzen gegenüber ausgesprochen aufgeschlossen. So haben wir vor einigen Jahren die Spine Med Decompression-Therapie aus den USA bei uns etabliert. Die Spine Med Decompression-Therapie ist ein nicht-operatives Verfahren zur Entlastung einzelner, gezielter Bandscheibensegmente. So können operative Maßnahmen, wie Nukleotomien, also Bandscheibenoperationen, in häufigen Fällen vermieden werden. Wie bereits erwähnt bieten wir eine Vielzahl von hochqualitativen diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten an, so zum Beispiel auch eine Knochendichtemessung als Früherkennung der Osteoporose oder zur Verlaufsbeurteilung.

Gibt es Fälle, die in Ihrer Erinnerung besonders präsent sind, die Sie stolz machen oder auch solche, bei denen Sie an die Grenzen der ärztlichen Kunst gestoßen sind?

Es gibt in einem Jahr, bei dem man sehr sehr viele Patienten sieht, selbstverständlich immer wieder auch Begegnungen auf menschlicher Ebene, die einem in besonderer Erinnerung bleiben und die man nicht so schnell vergisst. Ich könnte hier einige Beispiele anführen, sowohl positiver als auch - wenn auch seltener - eher negativer Art. Ich glaube, dies würde jedoch zu weit führen. Möglicherweise würden sich auch die Patienten daran erinnern. Grundsätzlich bin ich sehr stolz, PRO U am Flughafen mit meinen Partnern so aufgebaut zu haben. Die kleinen täglichen Dinge und die hohe Zufriedenheit der meisten Patienten machen mich am meisten stolz und treiben mich auch weiter an. In der Medizin ist es ja häufig so, dass es nicht nur eine klare Meinung gibt und nicht nur ein Behandlungsschema möglich ist, sodass ich nicht selten auch andere auswärtige Kollegen zu Rate ziehe bzw. die Patienten dort zur Zweitmeinung hinschicke. So gesehen stoße ich da nicht an die Grenzen der ärztlichen Kunst, sondern versuche ganz gezielt, auch für den Patienten die Dinge vielleicht aus einem anderen oder weiteren Blickwinkel sehen zu lassen.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Noro-Alarm in München: Das sagt eine Expertin

München - Im Vergleich zum vergangenen Jahr gibt es in München deutlich mehr Ausbrüche des Noro-Virus. Eine Expertin erklärt, worauf zu achten ist.
Noro-Alarm in München: Das sagt eine Expertin

Stadt München warnt vor Norovirus

In München grassiert das Norovirus. Über 50 Ausbrüche in Schulen und Kindertagesstätten haben die Gesundheitsbehörden schon registriert. Um weiter Fälle von …
Stadt München warnt vor Norovirus

„Dornröschen-Syndrom“: 22-Jährige schläft seit Monaten

Stockport - Die 22-Jährige Beth Goodier leidet unter dem „Dornröschen-Syndrom“ und verbringt 75 Prozent ihres Lebens schlafend. Was wie ein Märchen klingt, ist für alle …
„Dornröschen-Syndrom“: 22-Jährige schläft seit Monaten

Wenn Computerspiele nicht mehr loslassen

Ein eigener Computer hat in Zimmern von Kindern unter 12 Jahren nichts verloren, sagen Experten. Denn unkontrolliertes Spielen kann zur Sucht werden. Bedroht sind vor …
Wenn Computerspiele nicht mehr loslassen

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

der Inhalt dieses Artikels entstand in Zusammenarbeit mit unserem Partner. Da eine faire Betreuung der Kommentare nicht sichergestellt werden kann, ist der Text nicht kommentierbar.