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Die grippeimpfung beim Einzelnen kann dazu beitragen, die Krankheit generell auszurotten. Beispiele dafür sind Kinderlähmung oder Pocken.

Die Quote hoch treiben – Krankheit ausrotten

Sich gegen Grippe impfen zu lassen ist nicht nur für den Einzelnen wichtig, sondern dient auch dazu, die Gesamtbevölkerung zu schützen.

Warum ist die Arbeit für die Aufklärung der Bevölkerung in Sachen Impfpflicht so wichtig? Es liegt einfach daran, dass eine Bevölkerung umso besser gegen Infektionskrankheiten geschützt ist, je mehr einzelne Mitglieder dieser Bevölkerung Antikörper gegen Krankheitserreger haben. Die prozentuale Gesamtdurchimpfungsquote der Bevölkerung bestimmt folglich darüber, ob eine Krankheit aussterben wird oder nicht.

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Wir haben es in der Vergangenheit durch den Impfzwang gegen die Pocken geschafft, dass weltweit die Pocken ausgestorben sind. Auch Kinderlähmung und Masern könnten bei einer hinreichenden Beteiligung an Impfungen so weit unterdrückt werden, dass eine gute Chance besteht, diese Krankheiten auszurotten. Unter anderem kümmern sich bekanntlich weltweit die Rotarier darum, dass dies bei Kinderlähmung geschieht. Es gibt allerdings aus Gründen schwacher Infrastruktur in Afghanistan, Indien und ähnlichen Ländern noch einzelne Nester, wo immer wieder die Kinderlähmung auftritt. In diesen Ländern ist es natürlich besonders wichtig, komplette Logistikprogramme mit Erschließung schlecht erreichbarer Gebiete zu fahren, um dort die Kinderlähmung wegzuimpfen.

Eine andere Impfkultur in Industrieländern entwickeln

Umso peinlicher ist es dann natürlich, wenn in Industrieländern in Europa eine ausreichende Kultur in Bezug auf Impfschutz nicht entwickelt werden kann. Dies wäre aber möglich, wenn es nicht weltanschaulich getriebene Programme gegen Impfungen gäbe. Solche Desinformationsprogramme kommen oft von einzelnen Sekten, aber auch von Antroposophen.

Andererseits ist auch eine Tatsache, dass es einzelne Mitglieder in der Bevölkerung gibt, zum Beispiel Kinder, die Infekte hatten, die man nicht impfen kann. Das ist aber kein Argument gegen Impfungen. Denn man kann auch so einen hinreichend hohen prozentualen Impfschutz der Gesamtbevölkerung erreichen, um solche Krankheiten dauerhaft zu unterdrücken.

Von Prof. K.-D. Kossow

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