Brustvergrößerung
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Eine Brustvergrößerung steht schon auf dem Wunschzettel von vielen Jugendlichen.

Psychologie

Schönheitsoperationen machen glücklich

Bochum - Wer schön sein will muss leiden, sagt man. Immer mehr Menschen legen sich für ein besseres Aussehen sogar unters Messer. Und scheinbar machen chirugische Eingriffe glücklich.

Nasenkorrektur, Brustvergrößerung oder Fettabsaugen - Patienten, die ihren Körper von Chirugen verändern lassen, zeigen mehr Lebensfreude, Zufriedenheit und Selbstwertgefühl, als jene, die darauf verzichtet haben.

Zu diesem Ergebnis kamen Psychologen der Universität Bochum und der Universität Basel, die den psychologischen Effekt von Schöheitsoperationen untersucht haben. 

Im Rahmen der Studie befragten Prof. Dr. Jürgen Margraf und sein Team 550 Patienten, die sich erstmals einer Schönheitsoperation unterzogen hatten. 

Dann verglichen die Psychologen Antworten dieser Gruppe zuerst mit 264 Personen, die sich früher eine Schönheitsoperation gewünscht, dann aber dagegen entschieden hatten, sowie mit rund 1000 Menschen, die sich nie für eine solche Operation interessiert hatten.

Die Patienten wurden vor der Operation sowie drei, sechs und zwölf Monate danach, befragt. Im Durchschnitt gaben die Probanden an, das gewünschte Ziel erreicht zu haben und mit dem Ergebnis lange Zeit zufrieden zu sein.

Im Vergleich zu denjenigen, die sich gegen eine Schönheitsoperation entschieden hatten, fühlten sich die Patienten gesünder, waren weniger ängstlich, entwickelten mehr Selbstwert. Sie fanden besonders das operierte Körpermerkmal, aber auch den Körper allgemein, attraktiver. Negative Effekte stellten die Forscher,  in der im „Clinical Psychological Science“ veröffentlichten Studie, nicht fest.

Die Wissenschaftler stellten auch fest, dass die meisten Patienten bei dem Wunsch nach einem besseren Aussehen realistische Ziele verfolgen. Unrealistischen Standardziele wie,  „Alle meine Probleme werden gelöst“ und „Ich werde ein völlig neuer Mensch“ gaben nur 12 Prozent der Befragten an.

Die meisten Patienten wünschten „sich wohler fühlen“, „Schönheitsfehler beseitigen“ und „mehr Selbstbewusstsein entwickeln“.

Der Wunsch nach einem besseren Aussehen aus ästhetischen Gründen tritt meist bei jüngeren Menschen mit einem leicht überdurchschnittlichen Einkommen auf. Frauen repräsentieren 87 Prozent aller Patienten, die sich für ästhetische Chirurgie entscheiden.

ml

Martina Lippl

Martina Lippl

E-Mail:martina.lippl@merkur.de

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