Mit Restalkohol im Blut wird die morgendliche Joggingrunde schnell zur Qual. Kondition und Gleichgewichtssinn sind geschwächt. Außerdem kann es zu Muskelkrämpfen kommen. Foto: Tobias Hase
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Mit Restalkohol im Blut wird die morgendliche Joggingrunde schnell zur Qual. Kondition und Gleichgewichtssinn sind geschwächt. Außerdem kann es zu Muskelkrämpfen kommen.

Sport und Alkohol – verträgt sich das?

Wer abends zu tief ins Glas geschaut hat, ist am nächsten Tag meist kaum in der Lage, Sport zu treiben. Besonders effektiv ist ein Workout dann ohnehin nicht. Es gibt sogar einige Risiken.

Nach einer durchzechten Partynacht wacht man morgens auf und fühlt sich völlig verkatert und schlapp. Doch ist das ein Grund, auf sein Training zu verzichten?

"Grundsätzlich passen Sport und Alkohol nicht zueinander", sagt Sabine Kind von der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement/BSA-Akademie, "denn Alkohol beeinflusst die Reaktions- und Koordinationsfähigkeit. Man wird langsamer, der Gleichgewichtssinn ist gestört, völlig normale Bewegungsabläufe fallen einem schwer." Dies ist noch mehrere Stunden nach dem Alkoholkonsum spürbar.

Muskel und Fettabbau

Ebenso leiden der Muskelaufbau und der Fettabbau. "Damit die Muskeln wachsen können, benötigen sie Energie. Diese Energieversorgung wird durch Alkohol gehemmt, die Muskulatur am Wachstum gehindert", weiß Kind. Abgebaut wird der Alkohol von der Leber. Aufgaben wie die natürliche Fettverbrennung kann das Organ dann nicht mehr erfüllen. Zudem enthält Alkohol viele Kalorien, die dem Körper keine wichtigen Vitalstoffe liefern, ihn aber dick machen können.

Ein weiterer Nachteil: Verkatert Sport zu treiben, kann schnell zu einer Dehydrierung führen. "Der Körper verliert zusätzlich Mineralstoffe und das Risiko für Muskelkrämpfe wird erhöht", erklärt die Gesundheitsexpertin. Wer nachts feiern geht, bringt auch seinen Schlaf-Wach-Rhythmus durcheinander. Mit einem dadurch verursachten Konzentrationsmangel steigt das Risiko für Sportunfälle.

Risiko für Sportunfälle steigt

"Mit anderen Worten: Gewünschte Trainingseffekte sind nach einem Trinkrausch fast nicht zu erreichen", so das Fazit von Kind. Eine gute Nachricht gibt es dennoch. Dem im Rotwein enthaltenden Resveratrol wird etwa nachgesagt, vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu schützen. "Dem Genuss eines Gläschens Rotwein ab und zu steht also nichts im Wege. Hier liegt die Betonung jedoch auf "ab und zu"." Und sollten man trotzdem mal mit einem Kater aufwachen, ein lockerer Ausnüchterungslauf bei niedriger Herzfrequenz und an der frischen Luft kann auf keinen Fall schaden.

dpa-infocom

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