Schlaganfall
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Je länger die Arbeitswoche dauert, desto höher ist das Risiko eines Schlaganfalls.

Wenn Arbeit krank macht

Überstunden im Job erhöhen Schlaganfallrisiko

Rauchen, zu viel Alkohol und zu viel Stress sind nachweislich Risiko-Faktoren für einen Schlaganfall. Aber Überstunden im Job sind genauso schädlich.

Je länger die Arbeitswoche dauert, desto höher ist das Risiko eines Schlaganfalls. Dies ist das Ergebnis einer Studie, die am Donnerstag in der britischen Fachzeitschrift "The Lancet" veröffentlicht wurde. Demnach ergab die Auswertung von 17 Studien mit fast 530.000 Probanden, dass eine 55-Stundenwoche das Risiko eines Schlaganfalls um 33 Prozent erhöht.

Wer zwischen 41 und 48 Stunden arbeite, habe bereits ein um zehn Prozent höheres Risiko; bei 49 bis 54 Stunden pro Woche stieg die Gefahr eines Schlaganfalls um 27 Prozent. Die Risiken blieben jeweils gleich, auch wenn Faktoren wie Rauchen, Alkoholkonsum und körperliche Bewegung berücksichtigt wurden. Die Studienteilnehmer wurden über einen durchschnittlichen Zeitraum von 7,2 Jahren beobachtet.

Laut der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) müssen in der Türkei als Spitzenreiter bei langen Arbeitszeiten mehr als 43 Prozent der Beschäftigten über 50 Stunden pro Woche arbeiten. In den Niederlanden sind es weniger als ein Prozent. In Deutschland arbeiten 5,6 Prozent mehr als 50 Stunden pro Woche.

Auch das Risiko für Herzgefäßerkrankungen steigt mit der Zahl der Arbeitsstunden. Die Auswertung von 25 Studien mit mehr als 600.000 Teilnehmern aus Europa, den USA und Australien ergab, dass bei einer 55-Stunden-Woche das Risiko einer Herzgefäßerkrankung um 13 Prozent steigt. Bei diesen Probanden, die durchschnittlich über achteinhalb Jahre beobachtet wurden, waren Faktoren wie Alter, Geschlecht und Lebensstandard unerheblich. Die Forscher gehen aber davon aus, dass wenig körperliche Bewegung, hoher Alkoholkonsum und dauerhafter Stress das Risiko erhöht. Auch Schlaflosigkeit erhöht das Risiko einen Schlaganfall zu erleiden.

So erkennen Sie einen Schlaganfall

AFP

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