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Nicht zu fotografieren, aber wir haben versucht, sie darzustellen: Die Trübungen werden als Schatten oder fliegende Partikel wahrgenommen - besonders wenn man ins Helle blickt.

Trübungen im Glaskörper

Was sind denn die "fliegenden Mücken" in meinem Auge?

München - Wer auf einen helle Fläche blickt und kleine Partikel durchs Auge huschen sieht, kann beruhigt sein. Meist sind harmlose Trübungen im Glaskörper die Ursache.

Viele kennen sie: sich im Auge bewegende Formen, die oft an Mücken, Würmchen oder Fäden erinnern. Besonders gut zu sehen, wenn man auf eine helle Fläche blickt - zum Beispiel auf eine weiße Wand oder den Computermonitor. Kein Grund zu großer Sorge: Es sind sogenannte "Mouches volantes" (fliegende Mücken), also Trübungen im Glaskörper. Im Englischen werden sie oft als "Floater" bezeichnet.

Ursache sind Verdichtungen der Kollagenfasern im Glaskörper, die mit zunehmendem Alter und bei Kurzsichtigkeit häufiger auftreten. Sie entstehen beispielsweise, wenn sich der Glaskörper im Alter langsam von der Netzhaut abhebt. Die Schatten der Trübungen nimmt dann die Netzhaut wahr - es scheint, als ob kleine Partikel durchs Bild schweben.

Die meisten Betroffenen gewöhnen sich daran

Am Anfang sind Betroffene durch die Trübungen irritiert. Doch die meisten gewöhnen sich daran. Eine Behandlung wäre auch riskant und aufwändig. Es müsste der Glaskörper entfernt werden, wobei Komplikationen auftreten können. Zwar wird an minimalinvasiven Methoden geforscht, doch das ist noch Zukunftsmusik.

Wer statt den schattenartigen Partikeln aber grobe, schwarze Flecken sieht, der sollte unbedingt zum Augenarzt. Diese können durch Blutungen im Glaskörper verursacht werden. Auch wenn Blitze auftreten, sollte schnell untersucht werden. Hebt sich ein Glaskörper von der Netzhaut ab, dann kann dies in seltenen Fällen zu einer Netzhautablösung führen. Dann heißt es: schnellstens zum Augenarzt, Erblindung droht.

mb

Die häufigsten Augenkrankheiten

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