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Hautkrankheiten sind für den Betroffenen eine psychische und physische Belastung.

Naturkundliche Alternativen und Ergänzungen zur Kortisontherapie

Leben mit dem Juckreiz

Die Haut juckt und nach dem Kratzen stellt sich nur kurz das Gefühl der Linderung ein, bevor der Juckreiz nur noch schlimmer wird – ein Krankheitsbild, unter dem viele Menschen leiden.

Menschen mit Ekzemen kennen diesen Teufelskreis. Weil es für ähnliche Symptome aber so viele verschiedene zu Grunde liegende Hautkrankheiten gibt, ist für eine erfolgreiche Therapie von Ekzemen vor allem eine sorgfältige Diagnostik nötig. Dazu gehört, den Patienten umfassend zur Erkrankung, bestehenden Allergien, vorangegangenen Untersuchungen aber auch Essgewohnheiten, Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Verdauung, Haustieren und familiärer Belastung zu befragen.

Mit diesen Informationen und gegebenenfalls mit einer Probeexzision, das bedeutet einer chirurgischen Entnahme und Untersuchung einer Probe des betroffenen Gewebes, kann ein Hautarzt eine qualifizierte Diagnose stellen.

Alternative Verfahren oft gute Ergänzung

Neben der konventionellen Therapie solcher Hautkrankheiten, häufig und meist sehr erfolgreich mit kortisonhaltigen Präparaten, sind alternative Verfahren der so genannten komplementären Medizin eine hervorragende Ergänzung. Entgegen der landläufigen Meinung stehen sich Schulmedizin und alternative Methoden nämlich in aller Regel nicht im Wege.

Welche Möglichkeiten bietet die komplementäre Medizin?

Neurodermitis: Typische Synptome sind Juckreiz und gerötete Haut.

Besonders erfolgreich bei der naturheilkundlichen Behandlung von Patienten mit Ekzemen ist die Ernährungsmedizin. So kann beispielsweise durch frühzeitige Gabe von Lactobazillen, auch schon während der beiden letzten Schwangerschaftsmonate, die Wahrscheinlichkeit verringert werden, dass das Kind einer an Neurodermitis erkrankten Mutter ebenfalls an Neurodermitis erkrankt. Bei anderen Arten von Ekzemen haben sich die Einnahme von Omega-3-Fettsäuren (zum Beispiel in Fischölkapseln) beziehungsweise Gamma-Linolensäurehaltigen Ölen bewährt.

Generell gilt: Patienten mit Ekzemen sollten grundsätzlich typische allergene Speisen und Getränke mit Milch und Milchprodukten, Eiern, Säureprodukte, Nüssen (vor allem Erdnüsse), Weizen und Zitrusfrüchte meiden. Säuglinge mit Vorbelastung sollten diese Lebensmittel frühestens ab dem ersten Lebensjahr bekommen.

Auch Heilfasten ist eine Möglichkeit

Eine weitere Methode, um entzündliche und allergische Hauterkrankungen zu lindern, ist das Heilfasten. Körpereigene Stoffe, die eine Entzündungsreaktion hervorrufen oder aufrechterhalten, werden dabei ausgeschwemmt. Durch das Entfernen dieser so genannten Entzündungsmediatoren aus dem Körper kommt das Darm assoziierte Immunsystem zur Ruhe. Allerdings ist Heilfasten nur für Patienten geeignet, die neben ihrer Hauterkrankung allgemein bei guter und stabiler Gesundheit sind.

Neben der reich körperlich-medizinischen Betrachtung des Patienten sollte bedacht werden, dass es auch psychische Auslöser für die Erkrankung gibt. Es gilt, Störzonen, die die Krankheit beim Patienten immer wieder auslösen oder verschlechtern, zu ermitteln und zu prüfen, wie diese zu vermeiden sind. Dazu macht es manchmal Sinn, einen Therapeuten aus dem Bereich der Psychosomatik mit zu Rate zu ziehen.

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