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Viagra für Männer gibt es seit 1998.

Medikament namens Flibanserin

Zulassung von "Viagra für Frauen" erneut geprüft

New York - Die US-Behörde für Lebensmittelüberwachung und Arzneizulassung (FDA) hat erneut die mögliche Markteinführung einer Art "Viagra für Frauen" geprüft.

Ein Expertengremium hörte am Donnerstag Argumente für und gegen die Zulassung des Medikamentes Flibanserin, das den weiblichen Sexualtrieb steigern soll. Bei Prüfungen in den Jahren 2010 und 2013 war die Lustpille durchgefallen. Die neuerliche Entscheidung des Expertengremiums sollte noch am Donnerstag (Ortszeit) fallen. Das Votum ist nicht bindend, die FDA folgt den Experten aber in den meisten Fällen.

Flibanserin ist ursprünglich ein Antidepressivum, das den Spiegel des lusthemmenden Hormons Serotonin absenken soll. Im Gegenzug hebt es die Konzentration des Glückshormons Dopamin und von Noradrenalin im Blut an; beide können die weibliche Libido steigern.

Flibanserin war vom deutschen Pharmakonzern Boehringer Ingelheim entwickelt worden, der das Medikament nach der gescheiterten Zulassung an die US-Firma Sprout Pharmaceuticals verkaufte. Sachverständige zeigten sich bei der Anhörung am Donnerstag erneut skeptisch und wiesen darauf hin, dass die Wirksamkeit des Mittels gering sei. Zugleich könnten Nebenwirkungen wie Müdigkeit und Schwindelanfälle auftreten.

Medizinischen Studien zufolge klagen mindestens 40 Prozent der Frauen über mangelnde sexuelle Lust. Pharmahersteller weltweit haben diesen Markt daher schon seit Jahren im Blick, bislang ist aber noch keine einzige Lustpille für Frauen erhältlich. Die Konzerne hoffen bei einer Zulassung auf einen ähnlichen Erfolg wie beim Potenzmittel Viagra für Männer, das 1998 zugelassen wurde und sich zu einem Kassenschlager entwickelt hat.

AFP

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