Mit dem Post auf Facebook von ihrem Tattoo will Bekah Miles auf psychisches Erkrankungen aufmerksam machen.
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Mit dem Post auf Facebook von ihrem Tattoo will Bekah Miles auf psychisches Erkrankungen aufmerksam machen.

''Rettet mich''

Versteckte Botschaft: Dieses Tattoo bewegt das Internet

Oregon - Depressionen sind für Außenstehende oft nicht erkennbar, und Betroffene tun sich schwer darüber zu reden. Bekah Miles will genau darauf mit einem außergewöhnlichen Tattoo aufmerksam machen.

''Du wärst überrascht, wenn du wüsstest, wie viele Menschen, die du kennst, mit einer psychischen Krankheit kämpfen." Das schreibt die 20-jährige Amerikanerin Bekah Miles in einem Facebook-Post. Vor einem Jahr wurden bei ihr Depressionen diagnostiziert. Jetzt hat sie sich dazu entschlossen, offen darüber zu sprechen. Auf Facebook postet sie das Tattoo auf ihrem Oberschenkel, das sie sich genau wegen ihrer Krankheit stechen ließ und schreibt dazu einem ergreifenden Text über psychische Erkrankungen.

(Dear mom and dad, please don’t kill me over this permanent choice. I want you to hear me out.)Today, I am coming out...

Posted by Bekah Miles on Sonntag, 23. August 2015

Dieses Tattoo hat eine besonder Botschaft. Für andere Menschen liest sich der Schriftzug als ''I'm fine'', sprich: Mir geht es gut. Aus Bekah Miles' Perspektive jedoch hat das Tattoo eine andere Bedeutung und liest sich als ''Save me'', ''Rettet mich''. Damit will Bekah auf die zwei Seiten der Krankheit und die allgemeine Problematik von psychischen Erkrankungen aufmerksam machen. 

Sie selbst schreibt über ihr Tattoo: ''Jeder, der es liest, sieht 'I'm fine', aber von meinem Blickwinkel aus steht dort 'Save me'. Für mich bedeutet das, dass die anderen denken, jemandem gehe es gut, aber in Wirklichkeit ist überhaupt nichts okay. Es erinnert mich daran, dass die Menschen, die glücklich aussehen, möglicherweise mit sich selbst kämpfen.''

Depressionen werden selten ernst genommen

Bekah selbst sagt in ihrem Post auf Facebook, dass es ihr schwer gefallen sei, offen über ihre Krankheit zu sprechen. Es sei aber der einzige Weg, etwas an dem Stigma zu ändern. Daran, dass psychische Krankheiten in unserer Gesellschaft nicht ernst genommen werden. Bekah möchte nicht mehr, dass Depressionen und andere psychische Krankheiten ein Tabuthema sind, sondern eines, worüber man offen sprechen kann, ohne sich zu schämen.

Mit ihrem Post beweist sie Mut, und das kommt im Internet an. Unzählige Portale und Stars wie Rapper T.I. oder Schauspielerin Zooey Deschanel  teilen ihre Geschichte und helfen ihr, ihr Anliegen in der Welt zu verbreiten.

mpa

 

Melanie Paukner

Melanie Paukner

E-Mail:info@merkur.de

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