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Nicht mehr als sechs Teelöffel voll Zucker soll an einem Tag gegessen werden. Im Durchschnitt wird deutlich mehr gegessen. 

Niederländer wagt Selbstversuch

Einen Monat ohne Zucker - so reagiert der Körper

München - Was macht Zucker mit uns? Mehrere Studien belegen, dass wir zu viel Zucker jeden Tag essen. Ein Niederländer hat ausprobiert, was passiert, wenn er einen ganzen Monat auf Zucker verzichtet.

Egal, ob man Obst, Fast Food oder einfach Süßigkeiten isst, Zucker ist in vielen Lebensmitteln enthalten und beeinflusst unser Leben deutlich. Aber was genau macht der Zucker mit uns?

Die Weltgesundheitsbehörde (WHO) hat ausgerechnet, dass der Zuckerkonsum fünf Prozent des täglichen Kalorienbedarfs eigentlich nicht überschreiten darf. Das hieße, nach 25 Gramm Zucker pro Tag muss Schluss sein. 

In Deutschland nimmt aber jeder Mensch im Schnitt 100 Gramm pro Tag zu sich. Spitzenreiter beim Vergleich zwischen den Ländern ist Brasilien: 152 Gramm Zucker werden dort pro Tag im Schnitt gegessen.

Der Niederländer Sacha Harland hat nun ausprobiert, ob man es überhaupt merkt, wenn man auf Zucker ganz verzichtet. Bis zu diesem Experiment hatte er jeden Tag viel Zucker zu sich genommen. 

Wie ging es dem Niederländer nach einem Monat?

Das Ergebnis war für Harland erstaunlich: Er fühlte sich nach dem Monat richtig gut. Und auch die Untersuchung bei einem Arzt bestätigte ihn in dieser Selbstwahrnehmung: Er hatte in dem Monat rund 4,5 Kilo abgenommen (am Anfang wog er 81,7 Kilo) , sein Fettanteil hatte sich reduziert und auch sein Blutdruck war gesunken. 

Alles in allem war der Niederländer von seinem Experiment überzeugt. 

Zucker: Was passiert im Körper?

Robert Lustig, Professor an der University of California in San Francisco, warnt in einem YouTube-Video, vor Fettleibigkeit und Insulinversagen, wenn zu viel Zucker aufgenommen wird. 

Durch das Essen von Zucker schwankt der Blutzuckerspiegel ständig. Die betroffenen Personen sind schneller gereizt, fühlen sich müde oder haben ständig Kopfschmerzen, so Lustig. 

Auch Depressionen werden durchaus auf ein Auf und Ab des Blutzuckerspiegels zurückgeführt.

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