Künstliche Befruchtung: In eine menschliche Eizelle werden Spermien injiziert.
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Künstliche Befruchtung: In eine menschliche Eizelle werden Spermien injiziert.

Kinderwunsch auf Eis

Wie funktioniert Social Freezing?

Beim sogenannten "Social Freezing" lassen Frauen unbefruchtete Eizellen einfrieren. Die Gründe dafür sind vielfältig. Die Methode kann die "biologische Uhr der Frau" austricksen. 

Es ist ein Dilemma: Viele Frauen wünschen sich ein Baby, doch ein passender Partner fehlt oder die Berufskarriere hat gerade erst angefangen. Frauen sind am fruchtbarsten im Alter zwischen 20 und 24 Jahren. Jenseits des 30. Lebensjahres sinken die Chancen schwanger zu werden. Eizellen werden schon vor der Geburt in den Eierstöcken angelegt. Die Qualität der Eizellen nimmt mit jedem Lebensjahr ab, die Fruchtbarkeit sinkt. Die Wahrscheinlichkeit auf natürlichen Weg schwanger zu werden, nimmt ab.

Das Einfrieren von Eizellen - das sogenannte "Social freezing" - könnte für junge Frauen eine Lösung sein, ihr erstes Kind auch im später zu bekommen, erfüllen.

Mehr Chancen auf eine Schwangerschaft

Bei Kinderwunsch werden die Zellen nach Jahren bis Jahrzehnten wieder aufgetaut, befruchtet und in die Gebärmutter eingesetzt. Mögliche gesundheitliche Folgen für die so entstehenden Kinder sind bisher kaum zu beurteilen, weil langfristige Datenreihen noch fehlen.

Ursprünglich war die Eizell-Konservierung für junge Krebspatientinnen gedacht: Sie können sich vor Chemotherapie und Bestrahlung Eizellen entnehmen lassen, um später genetische Schäden beim Kind durch die Behandlung auszuschließen.

Laut Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) ist das Alter der Eizellen der wesentliche Erfolgsfaktor für eine Geburt. Eizellen von 25-jährigen Frauen seien nach dem Auftauen fast zu 100 Prozent intakt. Ist die Frau bei der Entnahme schon 38 Jahre alt, überstehe nur jede dritte Eizelle das Auftauen unbeschadet.

Die Kosten für das Social Freezing übernimmt keine gesetzliche oder private Krankenkasse und belaufen sich auf mindestens 3.000 Euro. Damit sich mehrere Eizellen bilden, muss sich die Patientin Hormone spritzen. 

dpa/ml

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