Mond
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Seit jeher hat die Menschen der Mond fasziniert.  

Mythos oder Wahrheit

Kann der Mond Schmerzen beeinflussen?

Zahnarzttermin oder Hüftoperation - viele Menschen stimmen wichtige Termine nach dem Mond. Dem Erdtrabanten werden geheimnisvolle Kräfte gegen Schmerzen nachgesagt. Eine Studie widerlegt das.   

Immer wieder untersuchen Wissenschaftler, ob der Mond oder auch bestimmte Mondphasen sich günstig oder ungünstig auf den Menschen und vor allem ihre Gesundheit auswirken.

Erst vor kurzem haben Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Psychiatrie mit dem Mythos aufgeräumt, dass der Vollmond für Schlaflosigkeit verantwortlich ist.

Nun legen Forscher der Universität Jena mit einer neuen Studie nach. Der Mond hat demnach keinen Einfluss auf die Schmerzen nach einer Operation. So das Ergebnis einer jetzt im britischen Fachblatt "British Journal of Pain" veröffentlichten Untersuchung.

Um herauszufinden, ob der Mond vielleicht die Kraft hat Schmerzen zu mindern oder zu verstärken, haben die Wissenschaftler 12.000 Patientenberichte ausgewertet. Dafür wurden Frischoperierte in zehn verschiedenen europäischen Krankenhäusern nach einem chirurgischen Eingriff befragt. 

Kraft des Mond

Die Forscher verglichen die Daten aus den vier Mondphasen Vollmond, abnehmender Mond, Neumond und zunehmender Mond miteinander.

Das Ergebnis war eindeutig: keine der Mondphasen zeigte eine Wirkung auf die akuten postoperativen Schmerzen. Für die Organisation in einem Krankenhaus ist das, laut den Forschern, ein erfreuliches Ergebnis: Ohne Bedenken können geplante Operationen demnach auf jeden beliebigen Tag gelegt werden.

Jeder Jahr werden Millionen Operationen durchgeführt. Die Hälfte der Patienten leidet nach dem Eingriff unter mittelschweren bis schweren Schmerzen. Die Daten wurden im Rahmen des internationalen Schmerzregisterprojektes "Pain Out" erhoben. Die Initiative sammelt weltweit umfangreich Daten, um die klinische Versorgung von Patienten zu verbessern. Das am Universitätsklinikum Jena koordinierte Register erfasst Daten von derzeit 30 Kliniken in 18 Ländern.

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ml

Martina Lippl

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