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AOK-Krankenhausreport 2013: Zwei von drei Operationen sind demnach unbegründet.

Krankenhausreport 2013

AOK: Zahl der unnötigen OP's stark gestiegen

Berlin - Immer mehr Patienten in Deutschland müssen unters Messer, obwohl eine Operation eigentlich nicht nötig wäre. So lautet das Ergebnis einer noch unveröffentlichten Krankenhausstudie der AOK.

Demnach wird an deutschen Krankenhäusern immer häufiger operiert. Doch die steigenden Behandlungszahlen lassen sich jedoch nicht allein medizinisch begründen, belegt der Krankenhausreport 2013 des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO). Weitere Analysen der AOK zeigen außerdem, dass sich die Qualität zwischen den Krankenhäusern deutlich unterscheidet. Das hat weitreichende Folgen für die Patienten.

Der neue AOK-Krankenhausreport 2013 soll in allen Details am Freitag (7. Dezember) veröffentlicht werden. Das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ berichtete am Sonntag vorab darüber.

 „Unser neuer Report offenbart, dass viele Operationen nur gemacht werden, damit Krankenhäuser Geld verdienen“, wird Uwe Deh, Vorstand des AOK-Bundesverbands, im „Spiegel“ zitiert. „Patienten in Deutschland können sich nicht mehr sicher sein, dass sie ausschließlich aus medizinischen Gründen behandelt werden.“ Insbesondere die Zahl der Operationen, die besonders gut vergütet würden, nehme zu, sagte er.

Nach Dehs Worten erhöhte sich die Anzahl der Eingriffe an der Wirbelsäule bei den AOK-Versicherten seit 2005 um 130 Prozent. Dabei gebe es große regionale Unterschiede: In Bayern und Schleswig-Holstein werde der Rücken beispielsweise 50 Prozent häufiger operiert als in Berlin.

dapd

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