Wer gute Gründe für eine Homeoffice-Arbeit anbringen kann, hat womöglich sogar vor Gericht Erfolg. In einem verhandelten Fall beim Landesarbeitsgerichts Rheinland-Pfalz wollte ein Arbeitnehmer den Standortwechsel seines Unternehmens nicht mitmachen. Und bekam Recht auf seine Arbeit von zu Hause.
+
Wer gute Gründe für eine Homeoffice-Arbeit anbringen kann, hat womöglich sogar vor Gericht Erfolg. In einem verhandelten Fall beim Landesarbeitsgerichts Rheinland-Pfalz wollte ein Arbeitnehmer den Standortwechsel seines Unternehmens nicht mitmachen. Und bekam Recht auf seine Arbeit von zu Hause.

Arbeit von zuhause?

Arbeitgeber kann Homeoffice-Aufgabe nicht immer verlangen

Wer von zu Hause arbeiten will, hat es oft nicht leicht das durchzusetzen. Im verhandelten Fall allerdings hatte der Arbeitnehmer nach einem Umzug seines Unternehmens gute Gründe fürs Homeoffice. Und letztlich Erfolg vor Gericht.

Mitarbeiter müssen es nicht hinnehmen, wenn sie ihr Homeoffice aufgeben sollen. Das gilt zumindest, wenn der Arbeitgeber nicht darlegen kann, dass es für die Firma notwendig ist, dass der Arbeitnehmer darauf verzichtet.

In dem verhandelten Fall sollte ein Mitarbeiter sein Homeoffice aufgeben. Er hatte ab 2002 mehrere zeitlich aufeinanderfolgende Arbeitsverträge. Als das Unternehmen 2009 den Standort aufgab, an dem der Mann arbeitete, verlegte er seine Arbeit nach Hause. Anlässlich eines Teamwechsels unterzeichnete er einen neuen Anstellungsvertrag zum Januar 2013. Arbeitgeber und Mitarbeiter stritten danach über die Frage, ob der Mann am Betriebssitz des Unternehmens arbeiten muss oder weiter im Homeoffice tätig sein darf.

Vor dem Landesarbeitsgerichts Rheinland-Pfalz setzte sich der Mitarbeiter durch (Az.: 4 Sa 404/14). Zwar kann der Arbeitgeber den Ort der Arbeitsleistung festlegen. Aber er muss dabei die Interessen des Arbeitnehmers berücksichtigen. Hier konnte der Arbeitgeber nicht nachweisen, dass der Mitarbeiter seine Tätigkeit nur direkt im Unternehmen ausüben kann. Gleichzeitig hat der Arbeitnehmer ein erhebliches Interesse daran, sein Homeoffice beizubehalten. Bei einer Tätigkeit am Betriebssitz müsste er umziehen, eine Zweitwohnung mieten oder täglich 300 Kilometer von seinem Wohnort zur Arbeit pendeln.

dpa

Auch interessant

Fischkochbuch vom Oberland

Fischkochbuch vom Oberland

Fischkochbuch vom Oberland
Gustav Klimt: Vier Teelichtgläser mit Künstlermotiven im Set

Gustav Klimt: Vier Teelichtgläser mit Künstlermotiven im Set

Gustav Klimt: Vier Teelichtgläser mit Künstlermotiven im Set
Peiting backt - Süßes aus dem Pfaffenwinkel

Peiting backt - Süßes aus dem Pfaffenwinkel

Peiting backt - Süßes aus dem Pfaffenwinkel
Krickerl-Messer aus echtem Rehgeweih - Unikat

Krickerl-Messer aus echtem Rehgeweih - Unikat

Krickerl-Messer aus echtem Rehgeweih - Unikat

Meistgelesene Artikel

Unter Umständen teurer: Studium in Großbritannien

Ein Auslandssemester in Großbritannien: Viele Studenten aus Deutschland zieht es während ihres Studiums auf die Insel. Doch das könnte nach dem Brexit außerhalb des …
Unter Umständen teurer: Studium in Großbritannien

Neue Masterstudiengänge: Drei Unis mit neuen Fachbereichen

Berlin, Darmstadt und Bayreuth haben an ihren Universitäten und Hochschulen nachgerüstet. Neue interessante Masterstudiengänge werden angeboten, für die sich Absolventen …
Neue Masterstudiengänge: Drei Unis mit neuen Fachbereichen

Wenn der Urlaub zu Ende ist: Entspannt in den Job starten

Endlich Urlaub. Und dann ist es auch noch so schön, dass dies am liebsten bis zum letzten Tag ausgekostet wird, ehe einen der Berufsalltag wieder einholt. Damit der …
Wenn der Urlaub zu Ende ist: Entspannt in den Job starten

Revolution bei Bewerbungen: Siemens als Vorreiter?

Welchen Bewerber nimmt eine Firma für eine offene Stelle? Natürlich den besten, könnte man meinen. Doch Personalverantwortliche könnten sich bei ihrer Entscheidung in …
Revolution bei Bewerbungen: Siemens als Vorreiter?

Kommentare