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Müde und gestresst: Jeder fünfte junge Erwerbstätige arbeitet im Job regelmäßig die Pause durch.

Tägliche Arbeitszeiten

Bei jedem fünften jungen Erwerbstätigen: Pausen fallen aus

Für Erwerbstätige sind Pausen gesetzlich vorgeschrieben. Wie oft und wie lange, hängt von den täglichen Arbeitszeiten ab. Eine Studie zeigt: Viele junge Mitarbeiter verzichten trotzdem auf Pausen.

Dortmund - Bei rund jedem fünften Erwerbstätigen (23 Prozent) zwischen 18 bis 24 Jahren fallen Pausen im Job regelmäßig aus. Das geht aus einer neuen Veröffentlichung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (Baua) hervor.

Ihr liegt eine repräsentative Befragung von jungen Erwerbstätigen zugrunde. Überdurchschnittlich häufig kommt das bei Beschäftigen in Dienstleistungsberufen vor - darunter Mitarbeiter in Hotel- und Gaststätten sowie Sozial- und Erziehungsberufen. Hier arbeitet mehr als jeder Dritte (36 Prozent) regelmäßig durch. Am seltensten fallen Pausen in Verwaltungs- und Büroberufen weg (15 Prozent).

Laut dem Arbeitszeitgesetz steht Erwerbstätigen ab 18 Jahren bei einer Arbeitszeit von über sechs Stunden eine Pause von mindestens 30 Minuten zu. Bei einer Arbeitszeit von über neun Stunden ist eine Pause von mindestens 45 Minuten Pflicht.

Auch Jugendliche berichten davon, dass Pausen im Job ausfallen. Von den 15- bis 17-jährigen Erwerbstätigen sagt jeder Fünfte (20 Prozent), dass dies regelmäßig geschieht. Ihnen steht nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz bei einer Arbeitszeit von über viereinhalb Stunden eine Pause von mindestens 30 Minuten zu, bei einer Arbeitszeit von über sechs Stunden sind es mindestens 60 Minuten. Für die Umfrage wurden 2012 rund 3200 junge Erwerbstätige im Alter zwischen 15 bis 24 Jahren befragt.

dpa/tmn

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