+
Nur wer ganz konkret weiß, was er will, erreicht es auch: Die meisten Menschen verbringen mehr Zeit mit der Planung ihres Urlaubs als mit der Planung ihrer Ziele. Foto: Jens Kalaene

Erfolg ist nicht nur Kopfsache: Ziele endlich erreichen

Hannover (dpa/tmn) - Die meisten haben Ziele, wie sie sich entwickeln und verändern wollen. Doch sie zu erreichen, ist schwer. Gegen die Macht der Gewohnheit kommen viele nicht an. Drei Denkanstöße, wie es doch gelingen kann.

Weniger rauchen, gesünder essen und endlich organisierter sein: Ziele gibt es viele. Doch Gewohnheiten zu ändern, ist schwer. "Erfolg ist nicht nur Kopfsache", sagte Diplom-Psychologe Rolf Schmiel auf der Bildungsmesse Didacta (bis 28. Februar). Wer wirklich etwas ändern will, muss sich einen Plan machen - und dann die Ärmel hochkrempeln.

Ziel definieren: Die meisten Menschen verbringen mehr Zeit mit der Planung ihres Urlaubs als mit der Planung ihrer Ziele. Nur wer ganz konkret weiß, was er will, kann das auch erreichen. Im Job kann das zum Beispiel sein, in einem Schritt festzustellen, was einen nervt - und als nächstes, wie sich das ganz konkret ändern lässt. 

Starke Gründe haben: Um die Macht der Gewohnheit zu überwinden, braucht es starke Gründe. Das können Emotionen wie Freude, Schmerz oder Angst sein. Ohne sie gelingt es kaum. Wenn es für die Zielerreichung keinen starken Grund gibt - man es aber trotzdem schaffen will - kann es helfen, das Ziel öffentlich zu machen. So erzeugen Berufstätige künstlich Druck von außen.

Mitstreiter suchen: Die eigenen Gewohnheiten zu ändern, schafft fast niemand allein. Wichtig ist deshalb, Mitstreiter zu finden. Wer zum Beispiel mehr Sport treiben will, rafft sich nur schwer von allein jede Woche zum Gang ins Fitnessstudio auf. Ganz anders ist das häufig, wenn jemand Teil einer Laufgruppe ist. "Es ist gut, jemanden zu haben, der einem in den Hintern tritt und der auch mal kritisches Feedback gibt", erklärte Schmiel. Auch im Job hilft es, sich nicht nur selbst vorzunehmen, ein Problem anzugehen. Gut ist, wenn zum Beispiel der Partner oder ein Freund einen ermahnen kann: "Hast Du jetzt schon wegen dieser Sache bei der Arbeit etwas unternommen?"

Didacta 2015

Mehr zum Thema

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Überraschend: Das dürfen Sie tun trotz Krankschreibung

Spazieren oder lieber daheim Tee trinken? Wenn Arbeitnehmer krank sind, glauben viele, nicht mehr hinausgehen zu dürfen. Doch genau das Gegenteil ist der Fall.
Überraschend: Das dürfen Sie tun trotz Krankschreibung

Was Achtsamkeit für den Beruf bringt

Noch eine Aufgabe mehr und noch eine: So mancher Berufstätige fühlt sich im Dauerstress. Wer auf der Suche nach Strategien zur Stressprävention ist, stößt fast …
Was Achtsamkeit für den Beruf bringt

Erfolgreich zum Medizinstudienplatz

Wer nach dem Abi in Deutschland Medizin studieren will, braucht sehr gute Noten. Zuletzt lag der Numerus clausus zwischen 1,0 und 1,1. Wer strategisch denkt und …
Erfolgreich zum Medizinstudienplatz

Beleidigung des Chefs mit Emoticons rechtfertigt Abmahnung

Arbeitnehmer sollten es sich zweimal überlegen, bevor sie in einem sozialen Netzwerk ihren Chef mit Hilfe von Emoticons beleidigen. Denn wenn es herauskommt, kann ein …
Beleidigung des Chefs mit Emoticons rechtfertigt Abmahnung

Kommentare